Welche Besonderheiten sind in der Übergangszeit zu beachten?

Sowohl die Anerkennungen von psychosozialen Prozessbegleiterinnen und -begleitern als auch die Anerkennungen von Aus- und Weiterbildungen zu psychosozialen Prozessbegleitung werden erst auf Grundlage eines Ausführungsgesetzes erfolgen können. Der Entwurf eines solchen Ausführungsgesetzes (AGPsychPbG-E) für Nordrhein-Westfalen befindet sich derzeit im parlamentarischen Gesetzgebungsprozess und kann daher noch Änderungen erfahren. Sämtliche auf dieses AGPsychPbG-E bezogenen Ausführungen auf dieser Webseite stehen daher unter Vorbehalt.

Weitere Einzelheiten werden auf der Grundlage der endgültigen Gesetzesfassung in einer noch zu formulierenden Ausführungsverordnung (§ 11 AGPsychPbG-E) geregelt werden.

Das nordrhein-westfälische Ausführungsgesetz kann zudem erst am 1. Januar 2017 in Kraft treten. Vor diesem Zeitpunkt ist daher weder eine endgültige Anerkennung von psychosozialen Prozessbegleiterinnen und -begleitern (§ 1 AGPsychPbG-E), noch eine definitive Anerkennung von Aus- und Weiterbildungen (§ 2 AGPsychPbG-E) möglich.

Das Justizministerium bietet jedoch den Anbieterinnen und Anbietern der Aus- und Weiterbildung in der Zwischenzeit an, die Curriculae ihrer Kurse vorab zu prüfen und - anhand der Standards, die nach dem gegenwärtigen Planungsstand absehbar sind - über die vorläufige Anerkennungsfähigkeit zu entscheiden. Den Anbieterinnen und Anbietern kann dann auch eine entsprechende - vorläufige - Bescheinigung erteilt werden. Da im Gesetzgebungsprozess allerdings ggf. noch Änderungen an den zu Grunde zu legenden Standards möglich sind, ist diese Bescheinigung nicht mit der endgültigen Anerkennung gleichzusetzen. Nach Verabschiedung des Gesetzes und der Ausführungsverordnung erhalten die Anbieterinnen und Anbieter vom Justizministerium einen endgültigen Bescheid über die Anerkennung der Aus- oder Weiterbildung.

Auch hinsichtlich der Anerkennung der psychosozialen Prozessbegleiterinnen und -begleiter wird noch vor dem 1. Januar 2017 ein entsprechendes System der vorläufigen Anerkennung installiert werden, damit gewährleistet ist, dass Personen, die die Voraussetzungen des § 1 AGPsychPbG-E (ggf. i. V. m. § 12 AGPsychPbG-E) erfüllen, bereits ab dem 1. Januar 2017 in der psychosozialen Prozessbegleitung tätig und auch schon in das Verzeichnis nach § 10 AGPsychPbG-E aufgenommen werden können. Näher Informationen finden Sie zu gegebener Zeit auf dieser Seite.