2015-11-27 Bild

Integration im und durch Sport

Integration ist derzeit in aller Munde. Zwischen die erfreulichen Nachrichten über Hilfen für Migranten und Flüchtlinge mischen sich aber leider auch Berichte über Ablehnung und Gewalt. Der Landespräventionsrat setzt sich für die Integration von Minderheiten ein und bezieht Stellung gegen Ausgrenzung und Rassismus.
Das Zusammenleben in Nordrhein-Westfalen ist schon lange von sozialer und kultureller Vielfalt geprägt. Wir sind ein „Bindestrich-Land“, in dem Rheinländer, Westfalen und Lipper zusammenleben, in dem in den 60iger Jahren viele Gastarbeiter und Anfang der 90iger Jahre viele Spätaussiedler eine neue Heimat gefunden haben.

In NRW leben Menschen verschiedener Herkunft, unterschiedlicher Sprachen, Kulturen und Religionen. Wir lernen und arbeiten miteinander. Diese kulturelle Vielfalt bereichert uns, sie inspiriert uns und lässt Neues entstehen.

Der Bereich des Sports spielt dabei eine wesentliche Rolle.

Sport bringt Menschen verschiedenen Geschlechts, verschiedener Herkunft, Religionen, Weltanschauungen und sozialer Hintergründe zusammen. Der Sport besitzt ein hohes Potenzial, um präventiv gegen Extremismus und sozialschädliches Verhalten zu wirken.

  • Denn gerade im Sport finden Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur und unterschiedlicher Orientierung zueinander.
  • Zudem sind dort rund die Hälfte aller 16-25Jährigen aktiv.

Die Sportvereine haben damit eine große Chance, etwas gegen Extremismus und Diskriminierung in unserer Gesellschaft zu tun. Unterstützung erhalten Sie dabei sowohl vom Landessportbund als auch von der Landesregierung.

Auch der Landespräventionsrat will ein Zeichen setzen und hat im Rahmen der Wanderausstellung des Bundesinnenministeriums „VorBilder - Sport und Politik vereint gegen Rechtsextremismus“ die Kampagne „Vielfalt ist Zukunft“ ins Leben gerufen. Frau Landtagspräsidentin Carina Gödecke, Herr Justizminister Thomas Kutschaty und der Profi-Fußballspieler Ilkay Gündogan haben sich gemeinsam positioniert und wollen anderen Menschen Mut machen,

  • die Stimme zu erheben, wenn Menschen diskriminiert, gedemütigt oder angegriffen werden und
  • sich für Respekt und Achtung der Menschenwürde einzusetzen,
  • dies auch öffentlich zu machen und
  • andere mitzuziehen.

Die Ausstellung war in der Zeit vom 08. bis 21. September 2015 im Düsseldorfer Landtag zu sehen. Die Kampagne „Vielfalt ist Zukunft“ geht weiter und wird - zunächst mittels der entstandenen Plakate ins Land getragen. Der Landespräventionsrat hofft,

  • möglichst viele Menschen zu motivieren, sich als Vorbilder menschenverachtendem Tun entgegenzustellen und
  • zu verhindern, dass rechtsextreme Gesinnungen ungehindert verbreitet werden und vor allem junge Menschen in den Bann rechtsextremer Gruppierungen geraten.