Stadt und Sicherheit im demografischen Wandel

Berichte über die Tätigkeit und Ergebnisse der Arbeitsgruppe des Landespräventionsrates Nordrhein-Westfalen
Aufbauend auf ihrer bisherigen Arbeit wird sich die Arbeitsgruppe des Landespräventionsrates mit Fragen der Kriminalitätsbelastung in Großsdtädten in Nordrhein-Westfalen befassen.

Die Arbeitsgruppe "Stadt und Sicherheit im demographischen Wandel" wird sich künftig mit Fragen der Kriminalitätsbelastung in Großstädten in Nordrhein-Westfalen befasssen. Dazu hatte das federführende Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen das Forschungsvorhaben „Sozialräumliche (Kriminal-) Prävention in Quartieren in Nordrhein-Westfalen aufgelegt.

Die Menschen werden immer älter und der Sprit immer teurer. War es bis vor wenigen Jahren noch schick, auf dem Land zu leben, ziehen die Städte vor allem in den Ballungsgebieten wieder mehr Bewohner an. Die Wege zum Einkaufen, zum Arbeitsplatz oder zur Schule, zu kulturellen Einrichtungen oder zum Krankenhaus sollen kürzer sein. Die Frage ist, ob die Situation in den Siedlungen der Städte, modernen Anforderungen an Lebensqualität und gleichzeitigem Sicherheitsbedürfnis gewachsen sind. Vorausschauend fördern Bund und Länder bereits seit Ende der 90er Jahre das Programm „Soziale Stadt“. Eine Vielzahl von Wohnquartieren im Bundesgebiet und auch in Nordrhein-Westfalen sind in den vergangenen Jahren nach modernen Gesichtspunkten umgestaltet worden. Dabei kam es den Planern nicht nur darauf an, das äußere Bild der Gebäude, Plätze und Einrichtungen zu verändern, sondern auch die soziale Stabilität zu verbessern und insgesamt die Lebensqualität zu erhöhen. Eine wichtige Rolle spielen dabei auch die Themen Sicherheit und (Kriminal-)Prävention.

Das Forschungsvorhaben „Sozialräumliche (Kriminal-) Prävention in Quartieren in Nordrhein-Westfalen“ wollte herausfinden, ob die verschiedenen Maßnahmen in fünf dieser umgestalteten Quartiere in Nordrhein-Westfalen bezogen auf die Sicherheitslage und das Sicherheitsgefühl zu Veränderungen geführt hat. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf den sogenannten benachteiligten Siedlungen am Rande der Städte, aber auch in innerstädtischen Lagen, wo vor allem Menschen aus sozial schwierigen Verhältnissen leben. Dort ist, das haben Bewohner dieser Quartiere in diversen Umfragen bestätigt, das Bedürfnis, sich sicher zu fühlen, besonders ausgeprägt. Forscher haben festgestellt, dass das Gefühl, nicht sicher zu sein, nicht nur auf tatsächlich begangene Straftaten zurückzuführen ist, sondern, dass zum Beispiel Spannungen zwischen den Bewohnern das Sicherheitsgefühl ebenso beeinträchtigen können. Die Angst vor Kriminalität oder Gewalt spielt also offenbar eine größere Rolle als die Zahl der tatsächlich begangenen Straftaten.

Um genauer herauszufinden, welche Effekte die Maßnahmen des Projektes „Soziale Stadt“ haben, haben die Forscher sowohl Experten von Polizei, Politik, Verbänden und Stadtverwaltungen als auch Vertreter von Wohnungsgesellschaften befragt. Sogenannte Leitfadeninterviews sollten es den Befragten möglich machen, frei zu kommentieren und zu berichten. Bewohner der ausgewählten fünf Stadtteile wurden spontan auf der Straße interviewt, um deren persönlichen Eindruck der jeweiligen Wohnsituation einzufangen.

Mit der Durchführung des Projektes war das Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung gGmbH in Kooperation mit der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften der Fachhochschule Köln beauftragt worden. Das Ergebnis der Studie liegt nunmehr vor.

Kontakt:

ILS - Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung gGmbH
Brüderweg 22-24, 44135 Dortmund
Ansprechpartner: Ralf Zimmer-Hegmann
Telefon: 0231/90 51-240
Telefax: 0231/90 51-195
E-Mail: ralf.zimmer-hegmann@ils-forschung.de        
Thomas-Maximilian Kieszkowski
Telefon: 0231/90 51-181
Telefax: 0231/90 51-155
E-Mail: thomas-maximilian.kieszkowski@ils-forschung.de

in Kooperation mit:

Forschungsschwerpunkt Sozial • Raum • Management
Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften
Fachhochschule Köln
Ansprechpartner: Prof. Dr. Herbert Schubert
Telefon: 0221/82 75-3484
Telefax: 0221/82 75-3984
E-Mail: herbert.schubert@fh-koeln.de

Auftraggeber:

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in Abstimmung mit dem  Landespräventionsrat Nordrhein-Westfalen

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