Besprechung JVA
Quelle: Justiz NRW

Wie sieht die Arbeit der Ehrenamtlichen im Justizvollzug aus?

Beschreibung der Tätigkeiten des Betreuers
Begleitung von Gefangenen im Justizvollzug des Landes Nordrhein-Westfalen.

Die Ehrenamtlichen unterstützen die Arbeit im Justizvollzug, indem sie bei persönlichen Schwierigkeiten oder sozialen Problemen von Gefangenen helfen und bei der Entlassungsvorbereitung oder der Eingliederung in das Leben in Freiheit beratend zur Seite stehen. Dabei bieten Sie Ihre Tätigkeit als Hilfe zur Selbsthilfe an.

Jede Bürgerin und jeder Bürger verfügt über eigene Kenntnisse und Fertigkeiten, die helfen können, Probleme zu lösen.

Sie möchten

  • Ihre Freizeit sinnvoll gestalten

  • Anderen helfen

  • etwas Neues (kennen-)lernen

  • Kontakt zu Menschen aufnehmen

  • Andere von Ihren Stärken und Fähigkeiten profitieren lassen

  • sich aktiv daran beteiligen, anderen eine neue Chance zu geben


Es gibt viele Gründe, sich für das Ehrenamt zu interessieren. Und es gibt viele Möglichkeiten und Formen, sich zu engagieren.

Sie können

  • Briefkontakte zu Inhaftierten aufbauen

  • Inhaftierte in der Justizvollzugsanstalt besuchen

  • Einzelbetreuungen übernehmen

  • Freizeitangebote auch in Gruppen anbieten (z. B. Kochkurs, Schachgruppe, Spielgruppe, Schreibwerkstatt)

  • bei der Wohnungs- und Arbeitsplatzsuche helfen

  • bei speziellen Problemen (z. B. Schulden, Schreiben an Ämter) behilflich sein

  • Zuhören und begleiten

Es gibt viele Aufgaben, die Sie nach Ihren Fähigkeiten, Wünschen und Interessen übernehmen können.
Gemeinsam mit den Ansprechpartnern können Sie überlegen, ob und wie Ihre Ideen umgesetzt werden können.

Die Ehrenamtlichen selbst

a) sind bereit begleitende Hilfen anzunehmen, z. B. durch Angebote der Freien Straffälligenhilfe (Lotse, Diakonie, AWO, Caritas, Paritätischer Wohlfahrtsverband, etc.) und anderer Vereine sowie von Organisationen, die die Ehrenamtlichen auf ihre verantwortungsvolle Tätigkeit vorbereiten und sie fortbilden. Falls das Angebot solcher Institutionen nicht vorhanden ist, sind sie bereit, sich durch erfahrene Einzelpersonen oder Bedienstete der Justizvollzugsanstalt, z. B. Mitgliedern von Fachdiensten oder Seelsorge, anleiten zu lassen, und

b) sind bereit ihre eigene Rolle im Vollzug und im Verhältnis zu den Gefangenen zu klären.

c) Als Instrumente der Begleitung der Ehrenamtlichen kommen in Betracht:

  • Einzelgespräche / Reflexionen

  • Schulungen / Workshops

  • Supervisionen

  • Erfahrungsaustausch

  • Runder Tisch

  • Treffen der Ehrenamtlichen

  • Informationen.