Beginn Amtsanwaltsdienst
Quelle: Justiz NRW

Fachhochschule für Rechtspflege Nordrhein-Westfalen: Studienbeginn im Amtsanwaltslehrgang 2019/2020

07.01.2019

45 Anwärterinnen und Anwärter aus sieben Bundesländern haben am 2. Januar 2019 an der Fachhochschule für Rechtspflege Nordrhein-Westfalen in Bad Münstereifel das fachwissenschaftliche Studium für den Amtsanwaltsdienst aufgenommen. Sie wurden von der ständigen Vertreterin des Direktors der Fachhochschule, Ulrike Cürten, sowie dem Studiengangsleiter Professor Dr. Christoph Neukirchen begrüßt.

Die Anwärterinnen und Anwärter aus Baden-Württemberg (2), Berlin/Brandenburg (7), Hessen (5), Mecklenburg-Vorpommern (1), Nordrhein-Westfalen (22), Rheinland-Pfalz (4) und Sachsen (2) werden in den nächsten vier Monaten in Bad Münstereifel den ersten Teil ihres fachwissenschaftlichen Studiums absolvieren. Sodann werden sie neun Monate lang bei Amts- und Staatsanwaltschaften ihrer Heimatländer fachpraktisch ausgebildet, bevor sie im Februar 2020 zum Abschluss ihrer fachwissenschaftlichen Ausbildung für zwei Monate nach Bad Münstereifel zurückkehren. Im Sommer 2020 werden sie vor dem gemeinsamen Prüfungsamt in Düsseldorf die Amtsanwaltsprüfung ablegen.

Die Laufbahn der Amtsanwältin bzw. des Amtsanwalts ist eine Sonderlaufbahn innerhalb der Laufbahngruppe 2, 1. Einstiegsamt (ehemals gehobener Justizdienst). In fast allen deutschen Bundesländern werden Amtsanwälte in der Strafrechtspflege eingesetzt. Nach den von den Landesjustizverwaltungen inhaltlich weitgehend übereinstimmend erlassenen Anordnungen über Organisation und Dienstbetrieb der Staatsanwaltschaft - OrgStA - werden den Amtsanwälten Strafsachen übertragen, in denen der Strafrichter (§ 25 GVG) entscheidet. In diesen Verfahren obliegt den Amtsanwältinnen und Amtsanwälten die Leitung der Ermittlungsverfahren, in denen alle für und gegen einen Beschuldigten sprechende Umstände von Amts wegen zusammengetragen werden.

Für Fragen, Kommentare und Anregungen steht Ihnen zur Verfügung: maik.schlaak@fhr.nrw.de