Triptychon der Malerin Johanna R. Wiens
Quelle: A. Wolf / Landgericht Essen

Landgericht Essen: Im Gebäude des Land- und Amtsgerichts Essen gibt es drei Neuerungen im Kultur-Historischen-Bereich.

Ausstellung historisches Treppenhaus Essen Quelle: A. Wolf / Landgericht Essen

01.03.2018

1.

Seit Ende des Jahres 2017 wird im Erdgeschoss des historischen Teils des Gerichtsgebäudes - am Durchgang zum neuen Saaltrakt - eine Ausstellung zur Geschichte der Essener Justiz gezeigt. Es ist gelungen, eine Vielzahl von Exponaten vergangener Tage - so Schriften, historische Arbeitsutensilien, Fotografien - zusammenzutragen und diese in Vitrinen auszustellen. Die Ausstellung kann in Zukunft erweitert werden. Außerdem sollen die Exponate von Zeit zu Zeit wechseln, um eine vielfältige Einsicht in die Historie des Gerichtswesens in Essen zu bieten. Anregungen und Vorschläge zu weiteren Exponaten und Themenfeldern sind willkommen.

In diesem Zusammenhang ist auch auf die "Ahnengalerie" mit Bildnissen früherer Präsidenten des Landgerichts hinzuweisen, die sich in dem an das historische Treppenhaus angrenzenden Flur befindet.

2.

Das Triptychon der Malerin Johanna R. Wiens mit dem Titel "Justitia. Wandel der Zeit. Cosmas und Damian" ist um die Alte Synagoge Essen erweitert worden.

Die Malerin schuf dieses Werk anlässlich des 71. Deutschen Juristentages 2016 in Essen, das sich intensiv der Geschichte der Stadt Essen widmet. Das Werk befindet sich im Eigentum der Sparkasse Essen und ist als Dauerleihgabe an den Verein "Justiz und Kultur im Landgerichtsbezirk Essen e. V." zur Ausstellung im Landgerichtsgebäude überlassen, wo es direkt im Eingangsbereich einen Platz erhalten hat. Wiens zeigt mit dem Triptychon, dass Vergangenheit an sich eine Anhäufung von unzähligen Ereignissen ist, die durch Geschichtsschreibung und Malerei festgehalten werden. In diesem Sinne versteht Wiens Kunst auch als Erinnerungsarbeit - als künstlerisch gestaltetes Gedächtnis: "Erinnerung schafft Identität - ohne das Wissen um die Vergangenheit gibt es keine Zukunft". Wiens Triptychon gestaltet die Geschichte Essens dabei als Collage, die berühmte Persönlichkeiten mit Monumenten der Industriekultur sowie weiteren prominenten Gebäuden der Stadt und ihrer Geschichte verknüpft, und auf diese Weise die bewegte und reichhaltige Geschichte der Stadt Essen dokumentiert.

Ergänzend zu den bisher bereits auf diese Weise verewigten alten Stadtkarten, Stadtsymbolen wie den Goldenen Hahn und Motiven der Natur des Reviers ist nun auf Anregung vieler Betrachter die "Alte Synagoge" als weiteres und wichtiges Gebäude der Stadt Essen in das Werk eingearbeitet worden. Es lohnt sich also erneut oder erstmals dieses besondere Werk im Gerichtsgebäude zu betrachten.

3.

In der ersten Etage des Gerichtsgebäudes werden nunmehr Gemälde des Künstlers Stefan Godecki als langfristige Leihgabe ausgestellt. Bei den Werken des ursprünglich als Architekt tätigen Künstlers, der unter der Bezeichnung "ardear" neben Tätigkeiten als Architekt und Designer vielfältige und vielseitige Kunst schafft, verwirklicht Godecki seine Vorstellungen von Ästhetik und Kreativität in Glaskunst, Fotografie und in der Malerei.

Zu sehen sind nun im Gerichtsgebäude großflächige Gemälde - dabei auch eines in der zweiten Etage - unter dem Titel "Bühne des Lebens", die Schauspiel- und Ballettakteure auf der Theaterbühne darstellen. Beschrieben werden die Bilder als Kunstwerke, die "Kraft, Haltung und Pose, aber auch Licht und Schatten" zeichnen. Es handelt sich dabei nicht um "künstlerische Dokumentationen", sondern die "Momentaufnahmen" sollen "Emotionen wecken und zu einer oder mehreren Interpretationen führen".

Das Land- und Amtsgericht Essen befindet sich in der Zweigertstr. 52, 45130 Essen. Es ist montags bis freitags von 7:30 Uhr bis 16:00 Uhr für jedermann geöffnet.

Rückfragen und Anregungen werden gerne unter oeffentlichkeitsarbeit@lg-essen.nrw.de entgegengenommen.

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