Oberlandesgericht Düsseldorf
Quelle: Justiz NRW

Oberlandesgericht Düsseldorf: Angriff auf Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker – Eingang der Anklageschrift

03.02.2016

Der Generalbundesanwalt hat gegen den 44-jährigen Frank S. Anklage wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf erhoben.

Der Angeschuldigte soll am 17. Oktober 2015 bei einer Wahlkampfveranstaltung versucht haben, die damalige Kandidatin für das Kölner Oberbürgermeisteramt, Henriette Reker, heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen mit einem Messer zu töten. Diese wurde lebensgefährlich verletzt. Unmittelbar anschließend soll er vier weitere, umstehende Personen mit einem Messer verletzt haben. Mit der Tötung von Frau Reker soll der Angeschuldigte das Ziel verfolgt haben, ein Zeichen gegen eine - nach seiner Auffassung - verfehlte Politik in Deutschland, insbesondere in Ausländer- und Flüchtlingsangelegenheiten, zu setzen. Zudem habe er verhindern wollen, dass Frau Reker zur Oberbürgermeisterin gewählt wird.

Bezüglich weiterer Details der Anklage wird auf die Presseerklärung Nr. 6/2016 des Generalbundesanwalts vom 02. Februar 2016 verwiesen (www.generalbundesanwalt.de).

Der 6. Strafsenat (Staatsschutzsenat) des Oberlandesgerichts Düsseldorf unter Leitung der Vorsitzenden Richterin am Oberlandesgericht Barbara Havliza wird seine Zuständigkeit sowie die Zulassung der Anklage prüfen und in den nächsten Wochen entscheiden, ob das Hauptverfahren eröffnet und eine Hauptverhandlung durchgeführt wird.

Über den weiteren Verlauf des Verfahrens wird die Pressestelle unaufgefordert informieren.

Aktenzeichen: OLG Düsseldorf, III - 6 StS 1/16

Düsseldorf, 03.02.2016

Stefan Coners
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