Justizministerium NRW
Quelle: Justiz NRW

Rede von Justizminister Thomas Kutschaty anlässlich des "Tag des Ehrenamtes" im Justizministerium des Landes Nordrhein-Westfalen

30.11.2015

Es gilt das gesprochene Wort!

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Sie ganz herzlich im Justizministerium anlässlich der jährlichen Würdigung zum "Tag des Ehrenamtes" begrüßen und freue mich, dass Sie so zahlreich meiner Einladung gefolgt sind. Die Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen hat das große Glück, dass in vielen Bereichen, wie z. B. im richterlichen Ehrenamt, in der Betreuung, im Justizvollzug, bis hin zu den freiwillig tätigen Justizangehörigen in der Flüchtlingshilfe, bürgerschaftliches Engagement „gelebt“ wird. Und deshalb sollen Sie heute in der Feierstunde in den Vordergrund treten und dafür geehrt werden.

In den letzten Wochen und Monaten hat das Ehrenamt angesichts des gewaltigen Flüchtlingszustroms nach Deutschland eine neue Qualität erhalten. Ohne die vielen freiwilligen Helfer, die Tag und Nacht die Städte und Kommunen unterstützen, wäre diese große Herausforderung nicht zu bewältigen. Mir war es ein großes Anliegen, dass auch heute in diesem Kreise Kolleginnen und Kollegen aus dem Justizbereich  „sichtbar“ gemacht werden, die nach ihrem Arbeitsalltag ihre freien Stunden der Flüchtlingshilfe widmen. Sie unterstützen die Menschen, die im Moment unser aller Hilfe so dringend benötigen.

Meine Damen und Herren, unser solidarisches Gemeinwesen kann nur dann existieren und weiter wachsen, wenn zahlreiche Bürgerinnen und Bürger in ihrem eigenen Lebens- und Berufsfeld Verantwortung für sich und für andere übernehmen. Freiwilliger Einsatz hat viele Gesichter: ob in der unmittelbaren Nachbarschaft oder in der Gemeinde, ob im Verein oder in der Kirche oder in privaten Initiativen oder wie jetzt ganz aktuell - in der Flüchtlingshilfe. Diese lebendige Vielfalt ist Ausdruck einer großen Bereitschaft auch an das Wohl seiner Mitmenschen zu denken. Gemeinwohl kann nicht allein Aufgabe des Bundes, des Landes oder der Kommune sein, sondern muss auch Beitrag eines jeden Einzelnen sein.

Ein Ehrenamt ist nicht nur Verpflichtung, sondern trägt auch zur eigenen Erfüllung und zum positiven Lebensgefühl bei. In jedem Alter kann man seine Zeit, Kraft und Fähigkeiten einbringen und somit der Gemeinschaft dienen.

Ein gutes Beispiel dafür sind Sie, meine Damen und Herren. Sie engagieren sich zum einen seit Jahren, zum Teil schon seit Jahrzehnten, ehrenamtlich für die nordrhein-westfälische Justiz, zum anderen seit einigen Monaten intensiv um die neuen Zuwanderer und deren alltäglichen Probleme. Mit Entschlossenheit, Tatkraft und großem Einfühlungsvermögen verrichten Sie Ihre Arbeit in den unterschiedlichsten Bereichen, wie wir gleich noch etwas näher erfahren werden.

Wie alle hier wissen, können wir auf das ehrenamtliche Engagement nicht verzichten, aber es braucht Anerkennung und Wertschätzung. Deshalb gilt heute mein besonderer Dank Ihnen, den Ehrengästen, aber auch Ihren Angehörigen, die dieses Amt „mittragen“ müssen. Für Ihren großen persönlichen Einsatz und Ihre vielen unentgeltlich geleisteten Stunden ehrenamtlicher Arbeit sind Sie von der Justiz ausgewählt worden, in diesem Jahr geehrt und ausgezeichnet zu werden. Sie sind heute hier -  stellvertretend für die vielen tausend ehrenamtlich in der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen tätigen Bürgerinnen und Bürger.

Jedem Einzelnen von Ihnen möchte ich jetzt eine Urkunde überreichen und das wird natürlich auch im Bild festgehalten. Die Fotos werden an die Zeitungen geschickt, die in Ihren jeweiligen Wohnsitzen erscheinen. Sie alle erhalten später eine CD mit Ihrem Foto und einem Gruppenfoto, das wir im Anschluss an die Urkundenaushändigung machen werden.

Für Fragen, Kommentare und Anregungen steht Ihnen zur Verfügung: pressestelle@jm.nrw.de