Justizministerium NRW
Quelle: Justiz NRW

Grußwort von Staatssekretär Karl-Heinz Krems zur Eröffnung der "Messe der Behörden für Ausbildung, Studium und Beruf" im Justizzentrum Essen

08.06.2016

Es gilt das gesprochene Wort!

Anrede, 

ich begrüße Sie herzlich zu der heutigen „Messe der Behörden für Ausbildung, Studium und Beruf“ im Justizzentrum Essen und freue mich sehr, dass Sie so zahlreich erschienen sind.

Gegen Ende der Schullaufbahn stehen alle Schülerinnen und Schüler vor denselben Fragen: Was ist ein für mich geeigneter Ausbildungsberuf? Wäre ein duales Studium das Richtige für mich? Soll ich mich um einen Studienplatz an einer Universität bemühen?

Ihre Antworten auf diese Fragen haben einen starken Einfluss auf Ihre Zukunft und Ihre weitere persönliche Entwicklung. Diese Fragen bedeuten also für Sie eine große Herausforderung.

Sie alle wissen, es gibt eine große Anzahl von Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten. Das macht es schwierig, sich einen umfassenden Überblick zu verschaffen. Hinzu kommt, dass die Bezeichnung vieler Berufe kaum zum modernen Sprachgebrauch passt. Sie lassen allenfalls im Ansatz erkennen, welche Tätigkeit sich dahinter verbirgt. Ein Beispiel dafür ist der Beruf der Rechtspflegerin bzw. des Rechtspflegers.

Dabei handelt es sich um einen hochattraktiven Beruf. Er entspricht den Wünschen und Bedürfnissen der sogenannten Generationen Y und Z. Aber die Bezeichnung hat wenig Aussagekraft hat. Allein für den Bereich der Justiz mit insgesamt sieben Ausbildungsberufen und drei dualen Studiengängen ließen sich weitere solcher Beispiele nennen. 

Umso wichtiger ist es, für unsere Behörden den Entscheidungsprozess konstruktiv zu begleiten und Orientierung zu bieten. Messen wie die heute hier stattfindende sind dafür ganz hervorragend geeignet.

Liebe Schülerinnen und Schüler, darum ist mein Appell! Nutzen Sie den Nachmittag und informieren Sie sich, stellen Sie Fragen, fordern Sie alle Ihnen persönlich für die Berufswahl wichtigen Informationen ein. Insgesamt elf Arbeitgeber freuen sich darauf, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen und das vielfältige Angebot an Berufen zu präsentieren.

Anrede,

nach den neuesten statistischen Erhebungen wird der öffentliche Dienst unter den Schulabgängerinnen und Schulabgängern zunehmend beliebter. Eine Tätigkeit im Staatsdienst wird als attraktiv und erstrebenswert angesehen. Für diese Entwicklung gibt es viele gute Gründe.

Einige wenige dieser Vorzüge möchte ich besonders hervorheben. Dabei dient die Justiz als Beispiel, für die anderen Bereiche gilt jedoch nichts Wesentlich Anderes.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes nehmen besonders sinnstiftende Aufgaben mit einer hohen gesellschaftlichen Verantwortung wahr. Ihnen obliegt es, für die Einhaltung der vom Gesetzgeber vorgegeben rechtlichen Rahmenbedingungen Sorge zu tragen und das Recht durchzusetzen, wo dies erforderlich ist. Dass dies geschieht, ist eine unverzichtbare Voraussetzung für ein friedliches Zusammenleben der Bürgerinnen und Bürger. Stabile staatliche Strukturen und ein starker Rechtsstaat gewährleisten allen Menschen Rechtsschutz, Rechtssicherheit und Rechtsfrieden.

Der öffentliche Dienst bietet Ihnen des Weiteren eine größtmögliche Verlässlichkeit. Ein Arbeitsplatz bei Gerichten und Behörden ist sicher und sein Erhalt nicht von einer wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Entwicklung abhängig. Gleichzeitig haben Sie ein langfristig planbares Einkommen, das mit der Dauer Ihrer Tätigkeit auch losgelöst von einem möglichen Beförderungsamt kontinuierlich ansteigt.

Mit dem Eintritt in den öffentlichen Dienst schaffen Sie deshalb eine stabile Grundlage für die weitere Lebensplanung.

Für Viele gehört zu dieser Lebensplanung - und damit komme ich zu einem dritten Aspekt - auch die Familienplanung. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gehört zu den Kernanliegen der Justizverwaltung. Hierzu wurden bereits viele Maßnahmen umgesetzt. So gibt es vielfältige Möglichkeiten für eine Teilzeit- oder auch Heimarbeitstätigkeit, die einen großen Gestaltungsspielraum für ein partnerschaftliches Familienmodell eröffnen. Berufliche Nachteile sind damit nicht verbunden. Es ist für uns selbstverständlich, dass die berufliche Entwicklung grundsätzlich nicht von der Arbeitszeit und dem Ort der Arbeitsleistung abhängt.

Schließlich möchte ich einen vierten Punkt ansprechen, der nach den Rückmeldungen aus vielen Bewerbungsgesprächen regelmäßig als wichtig empfunden wird:

Wir bieten eine sehr kommunikative und vom Umgang mit Menschen geprägte Tätigkeit. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten einerseits ausgesprochen selbstständig, sind andererseits aber auch immer Teil einer Gemeinschaft. Es wird ein intensiver Austausch innerhalb des eigenen Teams wie auch mit über- und nachgeordneten Einheiten gepflegt. Neben dieses kollegiale Miteinander treten vielfältige Kontakte zu Bürgerinnen und Bürgern.

Anrede,

nach meiner festen Überzeugung präsentieren sich Ihnen heute hier attraktive, moderne und verlässliche Arbeitgeber, die sich des Werts der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewusst sind, eine vielfältige berufliche Zukunft sichern und verantwortungsvolle sowie sinnstiftende Aufgaben bieten. Ich freue mich, wenn es gelingt, auch Sie davon zu überzeugen.

Vor allem wünsche ich Ihnen aber zunächst einmal einen informativen Messebesuch und interessante Gespräche. Und dann Glück und Erfolg bei der Entscheidung über Ihre berufliche Zukunft.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Für Fragen, Kommentare und Anregungen steht Ihnen zur Verfügung: pressestelle@jm.nrw.de