Geschichte der Verfahrenspflegestelle

Die Geschichte von JUDICA von 1995 bis heute.

Das Projekt JUDICA startete 1995 unter der damaligen Bezeichnung ZIVFAM/IUSTRA.

Unter diesen Projektnamen wurden zwei Projektgruppen bei den Präsidenten der Oberlandesgerichte Köln (IUSTRA) und Düsseldorf (ZIVFAM) eingerichtet.
Die Projektgruppen setzten sich aus Justizbediensteten zusammen, deren Aufgabe es war, ein gemeinsames fachliches Feinkonzept für die Erstellung einer einheitlichen Softwareunterstützung der Zivil-, Familien- und Strafabteilungen der Amtsgerichte des Landes Nordrhein-Westfalen zu erstellen.

Die Arbeiten an dem gemeinsamen Konzept wurden im April 1997 mit der Fertigstellung des Konzeptes erfolgreich abgeschlossen.
Dem Projekt war in der Zwischenzeit durch das Konzept Justiz 2003 herausragende Bedeutung zugekommen, da durch die Vereinheitlichung der Gemeinsamkeiten der verschiedenen Fachbereiche eine gute Basis für die Entwicklung dringend benötigter Software auch für andere Fachbereiche geschaffen wurde.
Im Anschluss an eine europaweite Ausschreibung konnte der Fa. herbert dahm in Düsseldorf der Zuschlag für die Realisierung der Softwarelösung - jetzt unter dem Namen JUDICA - erteilt werden. Der Auftrag wurde 1998 um die Aufgabe erweitert, die Kollegialgerichte in die Softwareunterstützung einzubeziehen.

In den folgenden Jahren führten Justizmitarbeiterinnen und -mitarbeiter aller Dienstzweige einerseits sowie IT-Spezialisten der Programmierfirma herbert dahm datensysteme GmbH andererseits umfangreiche Spezifikations- und Implementierungsarbeiten durch. Die qualitätsgesicherten Ergebnisse wurden dokumentiert und als Grundlage für die Programmierung von JUDICA verwendet. 

Im November 2001 wurde schließlich mit der Einführung von JUDICA zunächst bei den Amtsgerichten im Fachbereich Zivil begonnen. 
Weitere Pilotierungen in allen Instanzen und in allen Fachbereichen folgten.. 

Mit der Einrichtung der JUDICA-Verfahrenspflegestelle bei der Präsidentin des Oberlandesgerichts Düsseldorf am 1. Mai 2003 waren die Projekte JUDICA und JUDICA-Einführung offiziell beendet. Die Arbeiten an dem Programm mit dem Ziel der flächendeckenden Einsetzung von JUDICA im gesamten Land Nordrhein-Westfalen wurden jedoch kontinuierlich fortgesetzt.

JUDICA/TSJ ist mittlerweile bei sämtlichen Gerichten landesweit in allen Fachbereichen erfolgreich im Einsatz.