Zwei Justizvollzugsbedienstete im Gespräch
Quelle: Justiz NRW

Abteilung IV

Sichere Unterbringung der Gefangenen und jedes Einzelnen gerecht werdende Behandlung gewährleisten
Justizvollzug

Nordrhein-Westfalen verfügt mit rund 18.900 Haftplätzen und zurzeit mehr als 9.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über den mit Abstand größten Justizvollzug in Deutschland. Das Ministerium der Justiz übt durch die Abteilung IV die Dienst- und Fachaufsicht über die zum Justizvollzug zählenden 36 Justizvollzugsanstalten (einschließlich des Justizvollzugskrankenhauses Nordrhein-Westfalen in Fröndenberg), fünf Jugendarrestanstalten und die Justizvollzugsschule aus.

Gestaltung des Vollzugs

Der Justizvollzug in Nordrhein-Westfalen nimmt eine wichtige gesamtgesellschaftliche Aufgabe wahr: Sein Ziel ist es, auf die ihm anvertrauten Gefangenen mithilfe eines strukturierten Behandlungsprogramms nach Möglichkeit derart verhaltensändernd einzuwirken, dass sie nach ihrer Entlassung nicht rückfällig werden und erneut Rechtsgüter der Gemeinschaft oder einzelner Personen beeinträchtigen. Ein so verstandener Justizvollzug dient unmittelbar dem Schutz der Sicherheitsinteressen der Allgemeinheit.

Das Ministerium der Justiz gestaltet den Justizvollzug durch vollzugspolitische Konzepte und fördert kontinuierlich die Weiterentwicklung inhaltlicher, strategischer und gesetzlicher Vorgaben. Auch über Grundsatzfragen im Zusammenhang mit der Vollzugsgestaltung - hervorzuheben sind hier z. B. das Arbeitsbetriebswesen, Maßnahmen zur schulischen und beruflichen Qualifizierung der Gefangenen sowie das Übergangsmanagement - entscheidet das Ministerium der Justiz.

Sicherheit

Zu den Aufgaben des Justizvollzugs gehört es, die Sicherheit der Bevölkerung ebenso wie die Sicherheit der im Vollzug Tätigen und der Gefangenen zu gewährleisten. Mit Hilfe moderner Sicherheitstechnik, praktikabler Sicherheitsbestimmungen und professioneller Fortbildungsmaßnahmen werden die baulich-technischen, administrativ-organisatorischen und sozialen Bedingungen fortlaufend optimiert.

Haftplatzmanagement und Logistik

Die Belegung der Justizvollzugsanstalten wird zentral vom Ministerium der Justiz gesteuert. Ein wichtiges Instrument hierfür ist der Vollstreckungsplan des Landes Nordrhein-Westfalen. Ebenso setzt das Ministerium der Justiz die Belegungsfähigkeit und die Vollstreckungszuständigkeit der einzelnen Vollzugseinrichtungen fest. Zudem werden von der Aufsichtsbehörde Grundsatzangelegenheiten des Gefangenentransports geregelt.

Landesjustizvollzugsdirektion

Als Teil der Abteilung IV (Justizvollzug) hat die neue Landesjustizvollzugsdirektion im Ministerium der Justiz im Jahr 2018 ihre Arbeit aufgenommen. Die Landesjustizvollzugsdirektion unterstützt und stärkt die Justizvollzugsanstalten bei der eigenverantwortlichen Wahrnehmung ihrer Aufgaben. Mit den Referaten Organisation, Fachaufsicht, Sicherheit und Kommunikation vereint sie wichtige Aufgaben im Justizvollzug unter einem Dach.




Verantwortlich: Ministerium der Justiz NRW, Abteilung IV, Stand: 2019

Abteilungsleiter: Ministerialdirigent Klaas
Abteilungsbüro: Regierungsbeschäftigte Höner, Tel: +49 211 8792-269