Justizstaatssekretär Krems begrüßte irakisch-kurdische Delegation in Düsseldorf

Staatssekretär Krems begrüßte irakisch-kurdische Delegation in Düsseldorf

Gäste informierten sich über den effektiven Einsatz moderner Technologien in der Justiz
In der Woche vom 5. bis 9. November 2012 war eine Gruppe kurdisch - irakischer Justizexperten zu Gast in Nordrhein-Westfalen. Die Besucher informierten sich im Rahmen der Studienreise über den effektiven Einsatz moderner Technologien im Bereich der Justiz.

In der Woche vom 5. bis 9. November 2012 war eine Gruppe kurdisch - irakischer Justizexperten zu Gast in Nordrhein-Westfalen. Die Besucher informierten sich im Rahmen der Studienreise über den effektiven Einsatz moderner Technologien im Bereich der Justiz. Staatssekretär Karl-Heinz Krems begrüßte die Besucher im Justizministerium in Düsseldorf. Dabei unterstrich er die Bedeutung der Thematik: "So wie der Wandel der Zeit unaufhaltsam ist, so ist es auch mit der Fortentwicklung der technischen Gegebenheiten. Gab es früher nur Papier und Stift, um die Entscheidungen des Gerichts in die Welt zu setzen, so hat sich dies heute radikal geändert. Die Informationstechnologie bietet zahlreiche Möglichkeiten der Effizienzsteigerung. Mit der Einführung des Computers und weiterer technischer Geräte hat sich ein Tor zu einer neuen Welt eröffnet."

Die fünfköpfige Delegation interessierte sich besonders für den Einsatz von EDV bei strategischen Verwaltungsentscheidungen wie der Personal- und der Fortbildungsbedarfsberechnung. Die Gruppe erhielt im Justizministerium des Landes Nordrhein-Westfalen Informationen zum Projekt "PEBB§Y" und in der Justizakademie in Recklinghausen zur Software "ANTRAGO". Im Oberlandesgericht Hamm wurde den Gästen das "Management-Information-System" präsentiert. Auch die weiteren Einsatzmöglichkeiten moderner Technik stießen auf großes Interesse der Delegation. So stand auch ein Besuch beim Oberlandesgericht Düsseldorf mit einer Präsentation des Beratungstelefons Informationstechnik (BIT) und dem Fachsystem "JUDICA" auf dem Programm. Beim Oberverwaltungsgericht in Münster informierte sich die Gruppe zum Entwicklungsstand der elektronischen Akte. Beim Landgericht Mönchengladbach wurde der praktische Einsatz von Spracherkennungssoftware sowie die moderne Videokonferenztechnik präsentiert. Ferner erhielt die Delegation beim Amtsgericht Essen Informationen zur elektronischen Registerführung und zum elektronischen Gerichts- und Verwaltungspostfach (EGVP).

Der Besuch wird durch die EU - Rechtsstaatsmission EUJUST - LEX gefördert. Er knüpft an frühere Kontakte zwischen Nordrhein-Westfalen und der Region Kurdistan - Irak an. Im November 2010 war bereits der Justizminister der autonomen Region Kurdistan in Nordrhein-Westfalen zu Besuch. Zuletzt reiste im März 2012 eine kurdisch-irakische Expertendelegation nach Nordrhein-Westfalen, um sich über die deutsche Juristenausbildung zu informieren.