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Marokko

Mit Marokko pflegt das Ministerium der Justiz einen intensiven Austausch auf dem Gebiet des Strafvollzugs

Die Delegation aus Marokko, die in der Woche vom 4. bis zum 8. Dezember nach Nordrhein-Westfalen gekommen war, hat sich viel vorgenommen: Marokko will seinen Strafvollzug reformieren, Rechte der Gefangenen stärken und sammelt dazu Erfahrungen aus dem Ausland. Nach Besuchen in anderen europäischen Staaten und den USA war die Delegation nach Nordrhein-Westfalen gereist, um ein ausführliches Bild über die Gestaltung eines modernen Behandlungsvollzugs zu machen.

 Die hochrangig besetzte Delegation aus Vertretern der Strafvollzugsbehörde und Vertretern aus den Justizvollzugsanstalten in Marokko erhielt drei Tage lang Einblick in den Strafvollzug vor Ort und besuchte das Ministerium der Justiz in Düsseldorf. Neben praktischen Fragestellungen ging es den Fachleuten auch um die Grundzüge der rechtlichen Ausgestaltung des Strafvollzugs in Einklang mit den europäischen Strafvollzugsgrundsätzen.

 In der JVA Remscheid kamen die marokkanischen Teilnehmer mit den Islamwissenschaftler des Strafvollzugs zusammen und informierten sich über die Abgrenzung von geschlossenem und offenem Vollzug. Bei dem Besuch in der JVA Schwerte ging es um die Vielfalt der möglichen Behandlungsmaßnahmen in Nordrhein-Westfalen und in Geldern um den Schwerpunkt berufliche Bildung.

 Marokko verfügt bei einer Bevölkerung von etwa 35 Millionen Einwohner über 78 Justizvollzugsanstalten. Es sind gegenwärtig 78.000 Menschen inhaftiert, für die 10.000 Mitarbeiter in den Anstalten zuständig sind.