Studienfahrt zu EU-Institutionen in Brüssel

Europarecht zum Anfassen
Im September 2017 nahmen Justizangehörige aller Gerichtsbarkeiten an einem zweitägigen Studienbesuch zu den europäischen Institutionen in Brüssel teil. Die Reise diente dem Austausch über aktuelle europapolitische Fragen.

Nach einer Begrüßung durch den Leiter der Landesvertretung Nordrhein-Westfalen in Brüssel, Rainer Steffen, traf sich die Gruppe zu einem Gespräch mit dem Europaabgeordneten Elmar Brok und informierte sich über die laufenden Verhandlungen zum sogenannten Brexit. Herr Brok gewährte dabei zahlreiche Einblicke hinter die Kulissen der Arbeit des Parlaments. Bei einem Besuch des Rates der Europäischen Union hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, an dem Tisch Platz zu nehmen, an dem sonst die Staats- und Regierungschef der EU-Mitgliedstaaten verhandeln. Natalie Pensaert, Direktorin im Generalsekretariat der Direktion „Justiz“, erläuterte die Arbeitsweise des Rates und der verschiedenen Arbeitsgruppen. Schließlich tauschte sich die Gruppe mit einem Vertreter des Juristischen Dienstes der EU-Kommission, Tibor Scharf, über aktuelle Rechtsfragen aus und lernte die Arbeit des Juristischen Dienstes kennen. Der Leiter des WDR/NDR-Studios, Ralph Sina, erläuterte die Brüsseler Arbeitsabläufe auf besonders anschauliche Weise aus der Sicht eines Korrespondenten.

Die Studienfahrt ist auf ausgesprochen positive Resonanz gestoßen. Prägnant fasste es eine Teilnehmerin zusammen: „Ich hätte nicht gedacht, dass Europarecht so spannend sein kann.“

Die Studienfahrt war eingebettet in eine Reihe von Studienbesuchen bei europäischen Institutionen, die das Ministerium der Justiz anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Vertrags von Maastricht und des 60-jährigen Jubiläums der Römischen Verträge im Jahr 2017 für die Justizangehörigen des Landes Nordrhein-Westfalen anbietet.