Justizfachangestellte in der Ausbildung
Quelle: Justiz NRW

Portrait

Ansprechpartner/innen für ratsuchende Bürger
Justizfachangestellte/Justizfachangestellter in der Justiz des Landes NRW.

Justizfachangestellte nehmen büroorganisatorische und verwaltende Aufgaben bei Gerichten und Staatsanwaltschaften wahr. Sie sind überwiegend in Service-Einheiten in den Fachgebieten Zivilprozess, Zwangsvollstreckung, Insolvenzen, Ehe- und Familiensachen, Strafprozess, Grundbuch, Nachlass, Vormundschaft und Betreuungen sowie Register tätig.

Dort sind sie auch Ansprechpartner für ratsuchende Bürger und berücksichtigen deren besondere Situation und Interessen.

Justizfachangestellte haben u. a. folgende berufliche Fähigkeiten, sie

  • setzen Informations- und Kommunikationstechniken aufgabenorientiert ein,
  • erteilen Auskünfte,
  • nehmen Anträge, Rechtsmittel, Rechtsbehelfe und Erklärungen auf,
  • führen Registraturarbeiten durch,
  • führen Dateien und Karteien,
  • bearbeiten Posteingang und -ausgang,
  • berechnen, vermerken und überwachen Fristen,
  • gewähren Akteneinsicht,
  • fertigen Schriftstücke aus und beglaubigen Schriftstücke,
  • veranlassen Veröffentlichungen,
  • erheben statistische Daten,
  • veranlassen Zustellungen und überwachen deren Ausführung,
  • erstellen Protokolle,
  • berechnen Kosten,
  • überwachen Zahlungseingänge.

Vergütung (Stand 01.01.2017):
Die Ausbildungsvergütung beträgt 901,82 EUR im 1. Jahr, 955,96 EUR im 2. Jahr und 1.005,61 EUR im 3. Jahr.
Nach der Ausbildung erhalten die Justizfachangestellten eine Vergütung nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L). Näheres entnehmen Sie bitte den Seiten des LBV .
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Sozialversicherung:
Auszubildende und Angestellte unterliegen der gesetzlichen Sozialversicherung. Ab Vollendung des 17. Lebensjahres besteht eine Rentenzusatz (Pflicht)versicherung bei der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL).

Urlaub (Stand 01.01.2017):
Auszubildenden steht ein jährlicher Erholungsurlaub von 29 Arbeitstagen zu.

Berufschancen:
Nach dem Ende der Ausbildung besteht bei entsprechender Eignung in der Regel die Möglichkeit, zunächst in ein befristetes Beschäftigungsverhältnis übernommen zu werden. Abhängig von Leistung, Befähigung und Eignung ist anschließend eine dauerhafte Übernahme in den Justizdienst – ggf. auch im Bereich der Fachgerichtsbarkeiten – nicht ausgeschlossen.


 

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