Rechtspflegerin in der Ausbildung
Quelle: Justiz NRW

Ausbildungsverlauf

Dreijährige Ausbildung mit fachwissenschaftlichen und fachpraktischen Studienzeiten
In drei Jahren dualen Studiums von der Rechtspflegeranwärterin/vom Rechtspflegeranwärter zur Rechtspflegerin/zum Rechtspfleger.

Die dreijährige Ausbildung gliedert sich nach der Rechtspflegerausbildungsordnung Externer Link, öffnet neues Browserfenster in fachwissenschaftliche und fachpraktische Studienzeiten.

Die fachwissenschaftlichen Studienzeiten werden an der Fachhochschule für Rechtspflege NRW in Bad Münstereifel im Studiengang Rechtspflege, die fachpraktischen Studienzeiten bei möglichst wohnortnahen Gerichten und Staatsanwaltschaften abgeleistet.

Die Ausbildung umfasst insgesamt fünf Studienabschnitte. Reihenfolge und Dauer der Studienabschnitte sind wie folgt festgelegt:

  1. Fachwissenschaftliches Studium I: 11 Monate
  2. Fachpraktische Ausbildung I: 11 Monate
  3. Fachwissenschaftliches Studium II: 7 Monate
  4. Fachpraktische Ausbildung II: 4 Monate
  5. Fachwissenschaftliches Studium III: 3 Monate

Näheres enthält die GesamtübersichtPDF-Dokument, öffnet neues Browserfenster.

Nach bestandener Laufbahnprüfung (Rechtspflegerprüfung) verleiht die Fachhochschule den Diplomgrad "Diplom-Rechtspflegerin" bzw. "Diplom-Rechtspfleger" als Hochschulgrad. 

Eine Zwischenprüfung findet nicht statt, allerdings ist das fachwissenschaftliche Studium I mit mindestens ausreichenden Leistungen abzuschließen, um die Ausbildung weiter fortsetzen zu können. 

Vom Beginn der Ausbildung an werden Anwärterbezüge gezahlt. Diese betragen zur Zeit für Ledige (Stand: 01.06.2015) 1.112,82 EUR.

Hinzu kommen derzeit noch:

  •  Sonderzuwendung "Weihnachtsgeld" jährlich im Dezember in Höhe von zur Zeit 45 % der Anwärterbezüge
  •  Vermögenswirksame Leistungen monatlich 6,65 EUR

Bei Vorliegen der Voraussetzungen wird ferner Kindergeld gezahlt. In Krankheitsfällen werden Beihilfen, bei Dienstunfällen wird Unfallfürsorge gewährt.

Die Ausbildung erfolgt im Beamtenverhältnis auf Widerruf als Rechtspflegeranwärterin bzw. Rechtspflegeranwärter. Dieses Beamtenverhältnis endet nach bestandener Prüfung mit Ablauf des Tages der mündlichen Prüfung. 

Nach dem Bestehen der Laufbahnprüfung wird i. d. R. eine Übernahme ins Beamtenverhältnis auf Probe unter Verleihung des Amtes „Justizinspektorin/Justizinspektor“ erfolgen.

In der Probezeit soll die Beamtin oder der Beamte sich bewähren und zeigen, ob sie oder er  nach den gezeigten praktischen Leistungen und nach seiner Persönlichkeit für die dauerhafte Verwendung im Justizdienst geeignet erscheint.

Die Probezeit dauert regelmäßig 3 Jahre. Nach Ablauf dieser Regelprobezeit ist nach dem Landesbeamtengesetz die Übernahme in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit möglich.

Auch nach Ablauf der Probezeit besteht kein Anspruch auf eine Beschäftigung bei einer Justizbehörde in der Nähe des Wohnortes.