Bewährungshelfer
Quelle: Justiz NRW

Portrait

Informationen über den Beruf der Fachkraft des ambulanten Sozialen Dienstes der Justiz
Die Fachkräfte des ambulanten sozialen Dienstes der Justiz unterstützen ehemalige Inhaftierte bei der Wiedereingliederung in die Gesellschaft.

Für staatlich anerkannte Sozialarbeiter/-innen oder Sozialpädagogen/-innen besteht die Möglichkeit, als Fachkraft des ambulanten Sozialen Dienstes der Justiz tätig zu sein.

Mit Wirkung vom 1. Juni 2008 sind die bisher selbstständig und weitgehend unabhängig voneinander arbeitenden Dienste der Bewährungshilfe, Führungsaufsicht und Gerichtshilfe in einen ambulanten Sozialen Dienst der Justiz in NRW überführt worden.

Die Organisation des ambulanten Sozialen Dienstes der Justiz in NRW richtet sich nach der AV d. Justizministeriums vom 25. Februar 2008 in der Fassung vom 13. November 2008 (4260 - III. 1).

An jedem Sitz eines Landgerichts ist ein ambulanter Sozialer Dienst eingerichtet. Er besteht aus den Fachbereichen Bewährungshilfe, Führungsaufsicht und Gerichtshilfe.

Dessen Aufgaben sind insbesondere

a) für die Fachbereiche der Bewährungshilfe und der Führungsaufsicht
die Betreuung und Kontrolle von Erwachsenen und Jugendlichen, deren Freiheitsstrafe, Jugendstrafe, Maßregel oder Strafrest zur Bewährung ausgesetzt ist und die unter Aufsicht und Leitung einer Bewährungshelferin oder eines Bewährungshelfers gestellt sind oder unter Führungsaufsicht stehen. Dadurch soll die Integration dieser Personen in die Gesellschaft gefördert, Haftverbüßungen mit ihren negativen Auswirkungen vermieden und die Rückfallhäufigkeit deutlich vermindert werden.

b) für den Fachbereich der Gerichtshilfe
sozialarbeiterische Untersuchungen und Darstellungen der persönlichen Verhältnisse und der sozialen Lage bei beschuldigten, angeschuldigten, angeklagten oder verurteilten Erwachsenen sowie darauf gestützte Diagnosen nach konkretem Auftrag. Ferner leistet der Fachbereich der Gerichtshilfe einen Beitrag zur Wiederherstellung des sozialen Friedens und des Rechtsfriedens z. B. durch Täter-Opfer-Ausgleich; er erstellt ferner Opferberichte.