Amtsanwältin
Quelle: Justiz NRW

Ausbildung

zur/m Amtsanwältin/Amtsanwalt
Informationen über die Ausbildung zum Amtsanwaltsdienst.

In allen deutschen Bundesländern mit Ausnahme von Bayern und Sachsen werden Amtsanwälte in der Strafrechtspflege eingesetzt. Nach den in den Bundesländern übereinstimmenden Ausbildungs- und Prüfungsverordnungen erwirbt die Befähigung zum Amtsanwaltsdienst, wer eine Einführungszeit von 15 Monaten ableistet und die Prüfung für den Amtsanwaltsdienst besteht.

Zur Einführungszeit kann eine Beamtin oder ein Beamter zugelassen werden, die oder der die Rechtspflegerprüfung abgelegt hat und nach ihrer oder seiner Persönlichkeit und den bisherigen Leistungen für den Amtsanwaltsdienst besonders geeignet erscheint (zu den weiteren Voraussetzungen vgl. § 2 der Verordnung über die Ausbildung und Prüfung für die Laufbahn des Amtsanwaltsdienstes des Landes NRW – APOAA).

Die Einführungszeit der Amtsanwaltsanwärter aus allen Bundesländern beginnt am 2. Januar eines Ausbildungsjahres einheitlich mit einem viermonatigen fachwissenschaftlichen Studium I an der Fachhochschule für Rechtspflege NRW externer Link, öffnet neues Browserfenster / neuen Browser-Tab in Bad Münstereifel.

Hieran schließt sich eine neunmonatige fachpraktische Ausbildung in den Geschäften des Amtsanwaltsdienstes bei einer Staatsanwaltschaft in den Heimatbundesländern der Amtsanwaltsanwärter an. Danach kehren die Beamtinnen/die Beamten noch einmal für das zweimonatige fachwissenschaftliche Studium II an die Fachhochschule für Rechtspflege NRW zurück. 

Das fachwissenschaftliche Studium soll den Amtsanwaltsanwärtern die erforderlichen juristischen Kenntnisse für den Amtsanwaltsdienst vermitteln, zugleich aber auch ihr soziales, wirtschaftliches und rechtspolitisches Verständnis und ihren allgemeinen Bildungsstand fördern. Die Studieninhalte richten sich nach einem Lehrplan, der zwischen den an der Ausbildung beteiligten Landesjustizverwaltungen abgestimmt ist.

Außerdem fertigen die Amtsanwaltsanwärter in den zwei Studienabschnitten fünf bzw. drei Klausuren an. Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Die schriftliche Prüfung wird am Ende des Studiums II abgenommen und besteht aus vier Klausuren. Sofern davon mindestens zwei mit "ausreichend" oder besser benotet werden, folgt einige Wochen später die mündliche Prüfung.