Portrait

Informationen über den Beruf des Sozialarbeiters/der Sozialarbeiterin
Vielfältige Aufgaben für Sozialarbeiter/innen im Bereich des Justizvollzugs.

Sozialarbeiterinnen/Sozialarbeiter und Sozialpädagoginnen/Sozialpädagogen arbeiten im Sozialen Dienst sind im Justizvollzug tätig und haben vielfältige Arbeitsbereiche, in denen sie in Kooperation mit den Bediensteten des allgemeinen Vollzugsdienstes tätig sind.

Die Aufgabenbereiche im Einzelnen

  • Ausländerberatung:  Die Ausländerberaterin/Der Ausländerberater koordiniert Betreuungs- und Beratungsangebote für ausländische Gefangene und ist Ansprechpartnerin/Ansprechpartner für Ausländerbehörden und diplomatische/konsularische Vertretungen. Sie/Er bietet den mit ausländischen Gefangenen befassten Bediensteten fachliche Beratung an (durch aktualisiertes Informationsmaterial über ausländische, kulturelle und politische Themen, Fragen, Info-Veranstaltungen und Einzelberatung). Darüber hinaus bietet sie/er den ausländischen Gefangenen Beratung und Hilfestellung bei ausländerrechtlichen Angelegenheiten und damit verbundenen familiären und sozialen Problemen an.

  • Entlassungsvorbereitung:  Für Gefangene, die sich auf ihre Haftentlassung vorbereiten und bei denen ein besonderer sozialarbeiterischer Handlungsbedarf besteht, werden vom Sozialen Dienst besondere Angebote zur Verfügung gestellt, wie zum Beispiel Gesprächsgruppen für Gefangene mit Alkoholproblemen, Bewerbertraining, gesundheitsbewusstes Kochen und vieles mehr.

  • Schuldnerberatung:  Neueste Untersuchungen haben ergeben, dass 2,6 Millionen Haushalte in Deutschland überschuldet sind. Viele Gefangene sind von Überschuldung betroffen. Dabei stellt Überschuldung ein massives Wiedereingliederungshemmnis dar. Ziel der des Sozialen Dienstes ist es deshalb, die Gefangenen so weit bei der Entschuldung zu unterstützen, dass zum Zeitpunkt der Haftentlassung alle vorliegenden und zu erwartenden Pfändungen in Ratenzahlungs- oder Ratenvergleichsvereinbarungen umgestellt sind. Dazu arbeitet sie/er eng mit den Schuldnerberatungsdiensten der anderen Justizvollzugsanstalten und mit externen Schuldnerberatungsstellen zusammen. Parallel dazu werden mit den Gefangenen in Trainingskursen Strategien zur Vermeidung künftiger Überschuldung erarbeitet.

  • Soziales Training:  Vielfach führen enorme Defizite in der Persönlichkeitsentwicklung zu Straffälligkeit. Darüber hinaus erweisen sich diese Defizite als ein großes Hindernis bei der Wiedereingliederung. Vor diesem Hintergrund hat sich soziales Training als eine Maßnahme der Aus- und Weiterbildung in den Justizvollzugsanstalten etabliert, durch die bestehende Wiedereingliederungshilfen ergänzt werden. Ziele des sozialen Trainings sind Aufgreifen von Schwierigkeiten in der Lebensbewältigung, Verbesserung der Handlungskompetenz in Alltagssituationen und Erkunden von Fähigkeiten, die zu einer Verhaltensänderung führen.

  • Suchtberatung:  Die vom Sozialen Dienst durchgeführte Suchtberatung bietet Hilfen für drogen, alkohol- und medikamentenabhängige sowie für glücksspielsüchtige Gefangene. Die Ziele im Einzelnen sind:

  • Schaffen einer Therapiemotivation, Information über Angebote interner und externer Suchtberatung und Vermittlung ambulanter bzw. stationärer Hilfen.