Staatsanwältin
Quelle: Justiz NRW

Einstellungsvoraussetzung

Für die Laufbahn des höheren Dienstes bei der Staatsanwaltschaft
Zur Probezeit für die Laufbahn des höheren Dienstes bei der Staatsanwaltschaft können Sie unter bestimmten Voraussetzungen zugelassen werden.

Die wichtigste Voraussetzung für die Ernennung zur Staatsanwältin/zum Staatsanwalt ergibt sich aus dem § 122 Absatz 1 des Deutschen Richtergesetzes (DRiG). Danach kann zur Staatsanwältin/zum Staatsanwalt nur ernannt werden, wer die Befähigung zum Richteramt erworben hat.

Die Befähigung zum Richteramt erwirbt gemäß § 5 DRiG, wer ein rechtswissenschaftliches Studium an einer Universität mit der ersten juristischen Staatsprüfung und einen anschließenden Vorbereitungsdienst (Referendariat) mit der zweiten juristischen Staatsprüfung abgeschlossen hat. Eine Bewerbung kann nur dann erfolgreich sein, wenn das Ergebnis der zweiten juristischen Staatsprüfung eine bestimmte Mindestnote errecht hat.

Unabhängig von der formalen Qualifikation erfordert das Amt der Staatsanwältin oder des Staatsanwalt eine Vielzahl von weiteren Kompetenzen, zu denen Entscheidungsfreude und Durchsetzungsfähigkeit gegenüber den übrigen Verfahrensbeteiligten ebenso gehören, wie Teamfähigkeit im Gefüge des eigenen Dienstes und ein Verständnis für die sozialen Realitäten der Menschen, auf die eigene Arbeit Auswirkungen hat.

Neben überdurchschnittlichen Rechtskenntnissen bedarf es weiterhin ausgeprägter kommunikativer Fertigkeiten, der Freude an dem Umgang mit dem Medium Sprache und der Fähigkeit zur Selbstorganisation und Motivation, um den Anforderungen des Amtes gewachsen zu ein.  

Bewerberinnen und Bewerber für das Amt dürfen nach den derzeitigen beamtenrechtlichen Rahmenbedingung das 40. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Die Einstellung erfolgt in das Beamtenverhältnis auf Probe als Staatsanwältin/Staatsanwalt (Richterin/Richter auf Probe) in der Besoldungsgruppe R 1 BBesO.

Nach erfolgreicher Ableistung der Probezeit von drei Jahren, die im Einzelfall bei erheblichen Vordienstzeiten und entsprechender Leistung verkürzt werden kann, erfolgt die Ernennung zur Staatsanwältin bzw. zum Staatsanwalt auf Lebenszeit. Beförderungen zur Oberstaatsanwältin bzw. zum Oberstaatsanwalt in der Besoldungsgruppe R 2 BBesO) sind, ebenso wie ein weiterer Aufstieg bei entsprechenden Leistungen und entsprechender Bewährung grundsätzlich möglich.