Justizfachwirtin
Quelle: Justiz NRW

Laufbahn und Besoldung

Höhe der Besoldung und Laufbahn
Informationen zur Besoldung für den Justizfachwirt in der Justiz des Landes NRW.

a) Ausbildungsvergütung
Der Vorbereitungsdienst erfolgt je nach Einstellungsvoraussetzung im Beamtenverhältnis auf Widerruf bzw. auf Probe oder im Rahmen eines öffentlich- rechtlichen Ausbildungsverhältnisses.

Beamtinnen und Beamte auf Widerruf erhalten während des Vorbereitungsdienstes und im nachfolgenden Prüfungszeitraum monatliche Anwärterbezüge in Höhe von 1199,78 EUR (Stand 01.01.2018). Verheiratete Anwärterinnen und Anwärter sowie Anwärterinnen und Anwärter mit Kindern erhalten darüber hinaus einen Familienzuschlag.

Beamtinnen und Beamte auf Probe erhalten ein nach Stufen bemessenes Grundgehalt nach der Besoldungsgruppe A 6 LBesO A. Dieses besteht aus einem Grundbetrag von rund 2.280,- EUR sowie ggf. einem Familienzuschlag für Verheiratete bzw. Probebeamtinnen und Probebeamte mit Kindern.

Anwärterinnen und Anwärter im öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis erhalten während des Vorbereitungsdienstes eine Unterhaltsbeihilfe, die sich aus einem monatlichen Grundbetrag in Höhe von rd. 2.280,- EUR und ggf. einem Familienzuschlag zusammensetzt (Stand: 01.07.2018).

b) Besoldung nach Beendigung der Ausbildung
Nach bestandener Laufbahnprüfung darf die Bezeichnung "Justizfachwirtin" bzw. "Justizfachwirt" geführt werden.

Sofern der Vorbereitungsdienst bereits im Beamtenverhältnis auf Probe abgeleistet wurde, ändert sich die bisherige Besoldung nach Bestehen der Laufbahnprüfung nicht.

Soweit die Einstellung im Beamtenverhältnis auf Widerruf erfolgt war oder der Vorbereitungsdienst im Rahmen eines öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnisses abgeleistet wurde, werden die Anwärterinnen und Anwärter nach bestandener Prüfung in der Regel zu Beamtinnen/Beamten auf Probe und (Justizsekretärinnen/Justizsekretäre, Besoldungsgruppe A 6 LBesO A) ernannt und erhalten ein nach Stufen bemessenes Grundgehalt.

Nach Ablauf der individuellen Probezeit kann die Ernennung zur Beamtin/zum Beamten auf Lebenszeit erfolgen. Beförderungen sind möglich zum Justizobersekretär/-in, Justizhauptsekretär/-in, Justizamtsinspektor/-in und Justizamtsinspektor/-in mit Amtszulage.

Weitere Informationen zur Besoldung in den jeweiligen Ämtern entnehmen Sie bitte der Bundesbesoldungstabelle.

Das jeweilige Grundgehalt erhöht sich bei Vorliegen der Voraussetzungen um verschiedene Zuschläge.
Zu berücksichtigen ist, dass keine Beiträge zur Renten-, Arbeitslosen- oder gesetzlichen Krankenversicherung zu entrichten sind. Zu den Aufwendungen, die in Krankheits-, Geburts- und Todesfällen entstehen, gewährt der Dienstherr den Beamtinnen und Beamten Beihilfen nach den Bestimmungen der Beihilfenverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen (BVO). Da durch die Beihilfen nur ein Teil der anfallenden Kosten und nicht die gesamten entstandenen Aufwendungen erstattet werden, empfiehlt es sich, für den nicht abgesicherten Restbetrag eine private Krankenversicherung abzuschließen.

c) Aufstiegsmöglichkeiten
Für besonders qualifizierte Beamte besteht die Möglichkeit, nach einer Zusatzausbildung, die ebenfalls vom Ausbildungszentrum der Justiz durchgeführt wird, in den Gerichtsvollzieherdienst zu wechseln oder nach einem Studium an der Fachhochschule für Rechtspflege in den gehobenen Justizdienst aufzusteigen.