Verbesserungsversuch

  • Das Gesetz zur Einführung eines Notenverbesserungsversuchs (Erstes Gesetz zur Änderung des Gesetzes über die juristischen Prüfungen und den Vorbereitungsdienst externer Link, öffnet neues Browserfenster / neuen Browser-Tab vom 17.10.2006, GVBl. NRW 2006, 461) ist mit Wirkung vom 1. Januar 2007 in Kraft getreten.

  • Der Notenverbesserungsversuch kann auf Antrag gestattet werden. Zum antragsberechtigten Personenkreis rechnen diejenigen Referendarinnen und Referendare, die zum 1. Dezember 2004 oder später erstmals in den Vorbereitungsdienst eingetreten sind.

  • Der Antrag auf Zulassung zum Verbesserungsversuch ist nach § 56a Abs. 1 Satz 1 JAG NRW bei der Präsidentin oder dem Präsidenten des Landesjustizprüfungsamtes zu stellen. Antragsbefugt sind nur solche Prüflinge, die in Nordrhein-Westfalen die zweite juristische Staatsprüfung im ersten Versuch bestanden haben. Ein Verbesserungsversuch für Wiederholer ist nicht vorgesehen. Der Antrag ist innerhalb einer dreimonatigen Ausschlussfrist zu stellen, die mit Bekanntgabe des Prüfungsbescheides über das Bestehen der zweiten juristischen Staatsprüfung zu laufen beginnt. Ein Antragsformular gibt es nicht.

  • Die Prüfung ist als Ganzes zu wiederholen. Eine Anerkennung einzelner Prüfungsleistungen aus der vorausgegangenen Prüfung ist nicht möglich.

  • Eine erneute Aufnahme in den Vorbereitungsdienst findet nicht statt.

  • Der Notenverbesserungsversuch ist gebührenpflichtig. Eine Ratenzahlung ist nicht möglich. Die Höhe der Gebühr, auf die ein Vorschuss in voller Höhe zu zahlen ist, beträgt 600,- EUR. Die Einzelheiten der Gebühren für den Notenverbesserungsversuch regelt die Gebührenordnung für die staatliche Pflichtfachprüfung und die zweite juristische Staatsprüfung.

  • Nach Gestattung des Notenverbesserungsversuchs erfolgt eine Ladung zum Klausurentermin. Wird der Antrag zum Ende der Dreimonatsfrist nach Bekanntgabe der Prüfungsentscheidung gestellt, erfolgt von Amts wegen eine Ladung zur Anfertigung der Aufsichtsarbeiten immer zum übernächsten Monat. Dies ist in der Regel auch der späteste Klausurentermin. Eine Wahlmöglichkeit besteht in diesem Fall nicht. (Beispiel: Bekanntgabe am 05.02., Antragseingang zum Ende der Dreimonatsfrist am 05.05., Klausurmonat Juli).

    Der Antrag kann aber auch bereits zu einem früheren Zeitpunkt gestellt werden. Dann besteht in der Zeitspanne vom Eingang des Antrages bis zum spätesten Termin eine Wahlmöglichkeit. (Beispiel: Bekanntgabe am 05.02., Antragseingang am 05.03., mit der Möglichkeit, den Klausurentermin zwischen April und Juli frei wählen zu können).

  • Ortswünsche für das Anfertigen der Aufsichtsarbeiten können nicht berücksichtigt werden. Die Ladung kann aus organisatorischen Gründen zu jedem Klausurenort erfolgen; ein Anspruch auf eine wohnortnahe Ladung besteht nicht.

  • Eine gesetzliche Ladungsfrist besteht nicht, jedoch erfolgt die Ladung innerhalb eines angemessenen Zeitraums vor dem Klausurentermin.