Mahnbescheid
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Mahnbescheid: Antrag, Widerspruch, Fristen

Bei Zustellung eines Mahnbescheid ist schnelles Handeln gefragt
Wenn Sie einen Mahnbescheid zugestellt bekommen haben, sollten Sie sich wegen der kurzen Fristen möglichst schnell mit den zugesendeten Unterlagen befassen. Lesen Sie im Bürgerservice, was Sie beispielsweise bei einem Widerspruch beachten müssen.

Das Amtsgericht erlässt den Mahnbescheid auf Antrag der Gläubigerseite und stellt ihn dem Schuldner bzw. Antragsgegner zu. Im Mahnverfahren überprüft das Gericht nicht, ob der geltend gemachte Anspruch tatsächlich besteht.

Als Antragsgegner können Sie ab der Zustellung Widerspruch einlegen. Beachten Sie: Die Frist für den Widerspruch wird bereits mit der Benachrichtigung durch die Post, dass eine Sendung bei der Post niedergelegt ist, in Gang gesetzt. Die Frist wird nur gewahrt, wenn der Widerspruch rechtzeitig bei dem Gericht eingeht!

Geht der Widerspruch nicht innerhalb der zwei Wochen bei Gericht ein, kann der Antragsteller den Erlass eines Vollstreckungsbescheids beantragen. Ist der Widerspruch rechtzeitig eingegangen, geht es wie bei einem normalen Zivilprozess weiter, d.h. es wird in das streitige Verfahren überführt.

Schnelle und kostengünstige Möglichkeit zur Durchsetzung von Forderungen

Gläubigerinnen und Gläubiger können im Mahnverfahren schnell und kostengünstig ihre eigenen Forderungen durchsetzen. Sie müssen lediglich angeben, welcher Betrag gefordert und worauf die Forderung gestützt wird. Der Antrag auf Erlass eines Mahnbescheids ist sinnvoll, wenn es um eine Geldforderung geht und zu erwarten ist, dass der Schuldner sich wahrscheinlich nicht dagegen wehren wird.

Der Mahnantrag kann auf entsprechenden Papierformularen an das Mahngericht versandt werden. Daneben besteht die Möglichkeit, den Mahnantrag interaktiv im Internet zu erstellen (www.mahnverfahren.nrw.de).

Mahnverfahren, Mahnbescheid

Ausführliche Informationen im Justizportal des Landes Nordrhein-Westfalen.