Die Klageerhebung

Möglich z. B. über die Rechtsantragstelle des Arbeitsgerichts
Klage vor dem Arbeitsgericht.

Wie erhebe ich eine Klage vor dem Arbeitsgericht?


Die Klage können Sie selbst bei der Rechtsantragsstelle des Arbeitsgerichts zu Protokoll der Urkundsbeamtin oder des Urkundsbeamten erheben. Dort wird Ihnen auch bei der Formulierung geholfen und für die Weiterleitung gesorgt. Rechtsberatung, also z. B. eine vorläufige Einschätzung der Rechtslage, wird dabei jedoch nicht geleistet.

Sie können aber auch durch ein an das Arbeitsgericht gerichtetes, eigenhändig unterzeichnetes Schreiben Klage erheben (dreifach einzureichen).

Die Klage bzw. andere Schriftsätze können auch mittels elektronischer Dokumente, regelmäßig aber nicht per E-Mail bei Gericht eingereicht werden. Einzelheiten entnehmen Sie den Darlegungen zum elektronischen Rechtsverkehr in NRW (Online-Verfahren).

In allen Fällen müssen Sie deutlich machen, was genau Sie begehren, z. B. die Zahlung eines bestimmten Geldbetrages oder die Feststellung, dass eine bestimmte Kündigung unwirksam ist.

Zur Begründung müssen Sie weiter die Tatsachen darlegen, aus denen Sie Ihren Anspruch herleiten wollen, sowie Ihren Prozessgegner genau unter Angabe der ladungsfähigen Anschrift bezeichnen. Die Klage soll in dreifacher Ausfertigung  eingereicht werden und ist ggfls. mit entsprechenden Anlagen oder Belegen (etwa der Arbeitsvertrag, Abrechnungen oder das Kündigungsschreiben) zu versehen sowie eigenhändig zu unterschreiben.

Örtlich zuständig ist sowohl das Arbeitsgericht, in dem Ihr Arbeitgeber seinen Sitz hat, als auch das Gericht, in dessen Bezirk Sie üblicherweise arbeiten oder zuletzt gearbeitet haben.

Vor den Arbeitsgerichten und dem Landesarbeitsgericht können Sie sich als Arbeitnehmer auch von einer Gewerkschaft, deren Mitglied Sie sind, oder als Arbeitgeber durch Ihren Arbeitgeberverband und selbstverständlich auch von einer Rechtsanwältin oder einem Rechtsanwalt vertreten lassen.