Menschengruppe
Quelle: © panthermedia.net / Ignacio Brosa

Abteilung Z

Personalplanung und Personalförderung
Personal und Recht

Eine moderne, leistungsfähige und qualitätsorientierte Justiz zu gewährleisten: Das ist die Aufgabe des Ministeriums der Justiz. Dazu bedarf es qualifizierter und hoch motivierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie zu fördern, ist von entscheidender Bedeutung.

Das Wichtigste: Die Menschen in der Justiz des Landes NRW

Rund 42.430 Bedienstete sind in Nordrhein-Westfalen in der ordentlichen Gerichtsbarkeit, in vier Fachgerichtsbarkeiten, bei den Staatsanwaltschaften und im Strafvollzug tätig. Sie sind damit betraut, Bürgerinnen und Bürgern zu ihrem Recht zu verhelfen, den staatlichen Strafanspruch durchzusetzen und die Entscheidungen der Gerichte zu vollstrecken. Hiervon sind etwa  27.500 Bedienstete bei den verschiedenen Gerichten, 4.380 bei den Staatsanwaltschaften und etwa 9.570 bei den Justizvollzugseinrichtungen tätig. 980 Gerichtsvollzieherinnen und Gerichtsvollzieher haben als Dienstleister der Justiz für die Bürgerinnen und Bürger zuletzt etwa  232 Millionen Euro an Schuldbeiträgen und Parteigeldern eingezogen.

Daneben sind mehr als  24.000 Bürgerinnen und Bürger mit Rechtsprechungsaufgaben befasst. Als ehrenamtliche Richterinnen und Richter leisten sie einen wertvollen Beitrag zu der Entscheidungsfindung durch die Gerichte.


Personalentwicklung (Personalplanung – Personalförderung) 

Die Leistungsfähigkeit der Justiz und die Motivation der Justizangehörigen hängen ganz entscheidend von einer effektiven und mitarbeiterorientierten Personalentwicklung ab. Der Aufgabe, geeignetes Personal zu gewinnen sowie die Qualifikationen und Kompetenzen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erkennen, zu erhalten und zu fördern, kommt angesichts des demografischen Wandels (abnehmende Erwerbsbevölkerung, Umkehr der Altersstruktur etc.) immer größere Bedeutung zu. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie das Personalmarketing und die Nachwuchsgewinnung rücken dabei thematisch noch mehr als bisher in den Vordergrund. Hierzu sind Personalentwicklungskonzepte, Anforderungsprofile und Auswahlverfahren ebenso erforderlich wie Gleichstellungspläne, Rotationsvereinbarungen, eine zielorientierte Aus- und Fortbildung sowie die Pflege einer intensiven und vertrauensvollen Gesprächskultur (z.B. durch Feedback-, Beurteilungs-, Mitarbeiter- und Personalentwicklungsgespräche). Die Maßnahmen der Personalförderung sind vielfältiger Natur. Sie umfassen die Schaffung guter personeller Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Berufseinstieg, den Einsatz in motivierenden Tätigkeiten sowie die gemeinsame Gestaltung der individuellen beruflichen Weiterentwicklung und reichen im Einzelfall bis hin zu vorübergehenden Verwendungen in europäischen Institutionen und internationalen Einsätzen.

Die sich in Personalsachen ergebenden Angelegenheiten und Rechtsfragen, insbesondere aus den Bereichen des Richter-, Beamten-, Tarif- und Personalvertretungsrechts sowie des Haftungsrechts für Amtspflichtverletzungen von Bediensteten und die Aufgaben des Justiziariats stellen weitere zentrale Tätigkeitsfelder der Abteilung Z des Ministeriums der Justiz dar. Aktuelle Schwerpunkte der Aufgabenwahrnehmung der Abteilung Z liegen in der Stärkung und Weiterentwicklung eines landesweiten Gesundheitsmanagements in der Justiz und einer strukturierten Personalentwicklung, die auch mit Blick auf die bevorstehende Einführung der elektronischen Akte in den Gerichten und Staatsanwaltschaften die Qualifikation und Kompetenzen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stärkt.

Verantwortlich: Ministerium der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen, Abteilung Z, Stand: 2020

Abteilungsleiter: Ministerialdirigent Dr. Thesling
Abteilungsbüro: Regierungsbeschäftigte Büscher, Tel: +49 211 8792-262