Mutmaßliche IS-Terroristin soll in U-Haft für IS geworben haben


Donnerstag, 12. September 2019 13.08 Uhr


Düsseldorf (dpa/lnw) - Eine mutmaßliche IS-Terroristin soll in der Untersuchungshaft in Köln für die islamistische Terrorgruppe geworben haben. Einen entsprechenden Brief der JVA Köln verlas der Vorsitzende Richter Frank Schreiber am Donnerstag im Prozess gegen die 47-jährige Mine K.. Man werde der Sache nachgehen und dazu Zeugen laden, kündigte der Richter an.

Die Angeklagte muss sich seit August in Düsseldorf vor dem Oberlandesgericht verantworten - wegen Mitgliedschaft in der Terrormiliz und Kriegsverbrechen gegen das Eigentum der Zivilbevölkerung im Irak.

Die Bundesanwaltschaft wirft der 47-Jährigen vor, sich 2015 von Köln aus der Terrormiliz angeschlossen zu haben. Sie soll nach islamischem Recht einen in der Türkei lebenden IS-Kämpfer aus Herford geheiratet haben. Bei ihrer Rückkehr nach Deutschland war sie 2018 festgenommen worden. Ihr 13-jähriger Sohn lebt in einer Jugendeinrichtung. Der Prozess soll bis Ende Oktober dauern.