Dipl. Verwaltungswirtin im Justizvollzug
Quelle: Justiz NRW

Ausbildungsverlauf

Praxisbezogene Lehre auf wissenschaftlicher Grundlage
Die duale Ausbildung dauert drei Jahre. Theorie wird an der Fachhochschule für Rechtspflege Nordrhein-Westfalen in Bad Münstereifel gelehrt. Berufspraktische Studienzeiten werden in zwei Justizvollzugsanstalten des Landes NRW abgehalten.

Der dreijährige Vorbereitungsdienst besteht aus einem Studium von 18 Monaten an der Fachhochschule für Rechtspflege NRW in Bad Münstereifel und fachpraktischen Studienzeiten von ebenfalls 18 Monaten in Justizvollzugsanstalten.

Er gliedert sich wie folgt:

01. August bis 31. August (1 Monat):
Praktische Einführung
in einer Justizvollzugsanstalt

01. September bis 30. April (8 Monate):
Fachwissenschaftliches Studium I
Lehrveranstaltungen im Zivilrecht und Handelsrecht, im Strafrecht und Vollstreckungsrecht, in der Betriebswirtschaftslehre, Personalverwaltung (Beamten- und Tarifrecht) und Vollzugsverwaltung (z. B. Arbeitsverwaltung, Vollstreckung) sowie in Psychologie

01. Mai bis 31. Dezember (8 Monate):
Fachpraktische Ausbildung I

in einer Justizvollzugsanstalt

01. Januar bis 31. Juli (7 Monate):
Fachwissenschaftliches Studium II

vertiefende Lehrveranstaltungen u. a. in der Betriebswirtschaftslehre, in der Personalverwaltung und Vollzugsverwaltung (z. B. Sozialgesetzbuch, Vollstreckung), im Vollstreckungsrecht, in der Kommunikation und Kriminologie

01. August bis 30. April (9 Monate):
Fachpraktische Ausbildung II

in einer Justizvollzugsanstalt

01. Mai bis 31. Juli (3 Monate):
Fachwissenschaftliches Studium III

Wiederholung und Vertiefung aller Fächer; Anfertigung der Prüfungsklausuren in der zweiten Julihälfte (mündliche Prüfung im Oktober)

Das Studium erfolgt in Studiengruppen mit in der Regel 20 bis 25 Studierenden. Es lehren die Professoren, Dozentinnen und Dozenten sowie Lehrbeauftragten der Fachhochschule für Rechtspflege.

Das Studium schließt mit einer Staatsprüfung in Form der Laufbahnprüfung vor dem Landesjustizprüfungsamt Nordrhein-Westfalen ab. Sie besteht aus sieben Klausuren und einer mündlichen Prüfung.

Nach bestandener Prüfung verleiht die Fachhochschule für Rechtspflege Nordrhein-Westfalen den akademischen Grad „Diplomverwaltungswirtin (FH)“ oder „Diplomverwaltungswirt (FH)“. Mit bestandener Prüfung endet auch das Beamtenverhältnis auf Widerruf. Ein Anspruch auf Übernahme in das Beamtenverhältnis auf Probe besteht nicht.