Arzt (m/w/d)

Sie kümmern sich darum, dass die Gefangenen die notwendigen medizinischen Behandlungen, Untersuchungen und Vorsorgen erhalten.

Was erwartet Sie?

Ärztinnen und Ärzte im Justizvollzug behandeln die Gefangenen in Justizvollzugseinrichtungen im Sinne einer hausärztlichen Versorgung. Sie arbeiten als Anstaltsärztin / Anstaltsarzt in Teil- oder Vollzeit direkt vor Ort.

Gefangene haben nach den Bestimmungen des Sozialgesetzbuches V keinen Leistungsanspruch gegenüber der Gesetzlichen Krankenversicherung. Dennoch sichert ihnen ein vergleichbarer Leistungsanspruch die notwendige, ausreichende und zweckmäßige medizinische Versorgung – unter Beachtung des Grundsatzes der Wirtschaftlichkeit.

In enger Zusammenarbeit mit der Anstaltsleitung, unterschiedlichen Fachdiensten, Behörden, Einrichtungen und Institutionen und unter Einbeziehung des Justizvollzugskrankenhauses Nordrhein-Westfalen, von Krankenhäusern, Fachärztinnen / Fachärzten innerhalb und außerhalb des Vollzuges kümmern sich Anstaltsärztinnen / Anstaltsärzte darum, dass die Gefangenen notwendige Behandlungen, Arznei- und Hilfsmittel, Früherkennungsuntersuchungen, Vorsorgeleistungen und suchtmedizinische Behandlungsangebote erhalten.

Sie koordinieren die Zusammenarbeit, vermitteln Hilfe und Pflege, beraten in medizinischen Fragen, überwachen Gesundheitsschutz, Hygiene und Diätetik und wirken auch bei Vollzugsmaßnahmen mit. Sie unterstützen aktiv und nachhaltig die Resozialisierung der Gefangenen, indem sie Krankheiten vorbeugen und heilen.

Wer als Ärztin oder Arzt im Justizvollzug arbeitet, kann sich auf die finanzielle Sicherheit des öffentlichen Dienstes, geregelte Dienstzeiten, flexible Arbeitszeitmodelle, eine modern ausgestattete Ambulanz und ein Team aus qualifizierten Gesundheits- und Krankenpflegekräften verlassen. Als Fachvorgesetze haben sie die Führung und Fortbildung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im medizinischen Bereich in der Hand. Darüber hinaus können sie auch bei der Fortbildung und Gesundheitsprävention von Justizvollzugsbediensteten mitwirken.


Was ist an der Medizin im Justizvollzug NRW besonders?

Das Aufgabengebiet der Medizin im Strafvollzug ist anspruchsvoll, da bei Gefangenen aufgrund ihrer Lebensführung in Freiheit oder infolge von Suchterkrankungen höhere gesundheitliche Risiken vorliegen können.

In Nordrhein-Westfalen gibt es 36 Justizvollzugsanstalten, die jeweils über einen medizinischen Dienst verfügen. Darüber hinaus werden auch immer wieder Ärztinnen und Ärzte für das Justizvollzugskrankenhaus Nordrhein-Westfalen in Fröndenberg gesucht, dessen Leistungsspektrum dem in vielen zivilen Krankenhäusern entspricht. Das Justizvollzugskrankenhaus verfügt über zwei Operationssäle, Untersuchungs- und Behandlungsräume für die Ambulanzen der verschiedenen Fachrichtungen, eine Röntgenabteilung, eine physikalische Therapieabteilung sowie ein klinisch-chemisch-hämatologisches Laboratorium. Die Pflegebereiche gliedern sich auf drei Ebenen in sieben Stationen. Die Gesamtbettenzahl beträgt 190, dazu acht Betten der Intensivstation. Pro Jahr werden ca. 3.000 Patienten stationär behandelt. Die Zahl der ambulanten Vorstellungen liegt bei ca. 8.000.

Weitere Informationen zum Justizvollzugskrankenhaus Nordrhein-Westfalen finden Sie unter: www.jvk.nrw.de



Was müssen Sie mitbringen?

Einstellungsvoraussetzungen Quelle: Justiz NRW

Der Ärztliche Dienst gehört zur Laufbahngruppe 2, zweites Einstiegsamt im Justizvollzug des Landes Nordrhein-Westfalen.

Bewerberinnen und Bewerber für eine Stelle als Anstaltsärztin / Anstaltsarzt müssen folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Approbation oder die Voraussetzungen für eine Berufserlaubnis in Deutschland
  • Vorliegen einer Gebietsbezeichnung bzw. Voraussetzungen für die Erlangung einer Gebietsbezeichnung nahezu erfüllt, z. B. Fachärztin / Facharzt für Allgemeinmedizin oder als Fachärztin / Facharzt für Innere Medizin
  • Zusatzbezeichnung Suchtmedizinische Grundversorgung bzw. Bereitschaft, diese zu erlangen
  • Kenntnisse in IT-Standard- und -Fachanwendungen und Bereitschaft, sich in neue Anwendungen einzuarbeiten

Bei Berufung in das Beamtenverhältnis müssen außerdem folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • zum Zeitpunkt der Einstellung regelmäßig noch nicht 42 Jahre alt; als schwerbehinderter oder gleichgestellter behinderter Mensch (§ 2 Absatz 3 Sozialgesetzbuch IX) regelmäßig noch nicht 45 Jahre alt
  • Deutsche / Deutscher im Sinne des Artikels 116 des Grundgesetzes oder die Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union
  • Eintreten für die freiheitliche demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes
  • geordnete wirtschaftliche Verhältnisse
  • Dienstfähigkeit aus amtsärztlicher Sicht

Wie erfolgt der Berufseinstieg? Welche Perspektiven haben Sie?

Die Einstellung kann unter unmittelbarer Berufung in das Beamtenverhältnis auf Probe erfolgen, wenn die persönlichen sowie beamten- und haushaltsrechtlichen Voraussetzungen vorliegen. Alternativ erfolgt die Einstellung in ein Beschäftigungsverhältnis, dem in der Zukunft eine Übernahme in das Beamtenverhältnis folgen kann.


Wie viel verdienen Sie?

Besoldung / Gehalt Quelle: Justiz NRW

Ärztinnen und Ärzte erhalten als Beamtinnen / Beamte eine Besoldung nach Landesbesoldungsgesetz – LBesG NRW, Besoldungsordnung A LBesO NRW und werden in die Besoldungsgruppen A 13 bis A 15 (evtl. A 16) (zzgl. etwaiger Zuschläge) eingruppiert. Als Tarifbeschäftigte / Tarifbeschäftigter wird das Einstiegsgehalt je nach persönlichen Voraussetzungen entsprechend dem Tarifvertrag für Ärztinnen und Ärzte an Universitätskliniken (TV-Ärzte) gezahlt.


Wie können Sie sich bewerben?

In Nordrhein-Westfalen werden immer wieder qualifizierte Ärztinnen und Ärzte gesucht. Einstellungen erfolgen bedarfsabhängig. Initiativbewerbungen sind jederzeit erwünscht beim Ministerium der Justiz und allen Justizvollzugsanstalten, die gerne auch vorab individuelle Information und Beratung geben. Freie Stellen werden auch im Justiz-Onlineportal veröffentlicht.

Bewerbungen von Frauen, schwerbehinderten und gleichgestellten behinderten Menschen im Sinne des § 2 Absatz 3 des Sozialgesetzbuches IX und von Menschen mit Migrationshintergrund sind ausdrücklich erwünscht.

Detaillierte Auskünfte zu Einstellungsvoraussetzungen, erforderlichen Bewerbungsunterlagen und zum Ablauf des Auswahlverfahrens erteilt gerne:

Ministerium der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen
– Referat IV A 5 –
Martin-Luther-Platz 40
 40212 Düsseldorf

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Website des Justizvollzugskrankenhaus Nordrhein-Westfalen: http://www.jvk.nrw.de