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Ausstellungseröffnung im Landtag, v.r.n.l.: Justizminister Thomas Kutschaty, NRW Landtagspräsidentin Carina Gödecke, Uwe Neumärker, Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und Oliver Keymis, 2. stellv. Vizepräsident des Landtages NRW . Quelle: Justiz NRW

Ausstellung informiert über Gräueltaten der Wehrmachtsjustiz

Justizminister Kutschaty eröffnete die Ausstellung im NRW-Landtag
Gemeinsam mit Landtagspräsidentin Carina Gödecke und Uwe Neumärker, von der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, eröffnete Justizminister Thomas Kutschaty am Dienstag (17.1.) die Ausstellung "Was damals Recht war - Soldaten und Zivilisten vor Gericht der Wehrmacht" in der Wandelhalle des Landtags NRW.

Gemeinsam mit Landtagspräsidentin Carina Gödecke und Uwe Neumärker, von der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, eröffnete Justizminister Thomas Kutschaty am Dienstag (17.1.) die Ausstellung "Was damals Recht war - Soldaten und Zivilisten vor Gericht der Wehrmacht" in der Wandelhalle des Landtags NRW.

Die Ausstellung "Was damals Recht war - Soldaten und Zivilisten vor Gericht der Wehrmacht" widmet sich den Opfern der nationalsozialistischen Militärjustiz. Im Zentrum der Wanderausstellung stehen dabei einzelne Schicksale von Menschen die im Sinne der NS-Ideologie nicht nur als "Deserteure" abgeurteilt wurden, sondern auch um Kriegsdienstverweigerer und sogenannte "Wehrkraftzersetzer" sowie Angehörige des Widerstandes in besetzten Gebieten, die von deutschen Kriegsgerichten verurteilt wurden. "Ihr Schicksal blieb lange Zeit unbeachtet, ja Opfer der Wehrmachtjustiz wurden von der bundesdeutschen Nachkriegsgesellschaft oftmals als Feiglinge und Drückeberger ausgegrenzt. Mit Ablehnung und Feindschaft begegnete ihnen nach 1945 sogar die Mehrzahl der Deutschen", so NRW Justizminister Thomas Kutschaty in seiner Eröffnungsrede. Der Minister machte zudem deutlich, wie wichtig die Aufarbeitung der NS-Massenverbrechen für die zahlreichen Opfer der Nazi-Diktatur ist.

Die Wanderausstellung ist ein Projekt der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Sie wird durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert und entstand in Kooperation mit der Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz, der Bundeszentrale für Politische Bildung und der Gedenkstätte Deutscher Widerstand.

Die Ausstellung ist noch bis zum 12. Februar in der Wandelhalle des Landtags NRW zu besuchen.

Die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas informiert.

Dokumentations-und Forschungsstelle der Justiz
Dokumentations- und Forschungsstelle in der Justizakademie des Landes Nordrhein-Westfalen.