Arbeit im Vollzug

Arbeit im Vollzug (§§ 29 - 34 StVollzG NRW) dient der beruflichen und sozialen Integration der Inhaftierten. Aus diesem Grund besteht für jugendliche Gefangene und erwachsene Strafgefangene eine Arbeitspflicht mit dem vorrangigen Ziel, Fähigkeiten für eine Erwerbstätigkeit nach der Entlassung zu vermitteln, zu erhalten und zu fördern. Ausgenommen von der Arbeitspflicht sind neben den erwachsenen Untersuchungsgefangenen und Zivilhaftgefangenen, denen aber eine Beschäftigung in den Vollzugsanstalten auf eigenen Wunsch ermöglicht werden kann, insbesondere Inhaftierte, die auch außerhalb des Vollzuges einem Beschäftigungsverbot unterliegen oder üblicherweise nicht mehr berufstätig sind (z. B. Eintritt in das Rentenalter, werdende Mütter nach dem Mutterschutzgesetz pp.). In Angleichung an die Verhältnisse der freien Wirtschaft werden die Gefangenen überwiegend in eigenen Betrieben der Vollzugsanstalten eingesetzt (Schlosserei, Schreinerei, Druckerei, Bäckerei pp.) oder in sogenannten Unternehmerbetrieben, die räumlich in der Vollzugsanstalt eingerichtet sind, aber von einem externen Arbeitgeber unterhalten werden. Die Arbeitszeit der Gefangenen richtet sich grundsätzlich nach der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit im öffentlichen Dienst und beträgt derzeit 41 Stunden. Die Gefangenen erhalten ein Arbeitsentgelt, das zurzeit durchschnittlich 200,- EUR im Monat beträgt (Gelder der Gefangenen).

Weitere Informationen:
Gefangenenarbeit
Beibehaltung des Arbeitsplatzes trotz Inhaftierung
Warum arbeiten Gefangene außerhalb der Anstaltsmauern ?

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