Entlassung

Entlassung bezeichnet das Ende einer gerichtlich angeordneten Freiheitsentziehung. Im Normalfall erfolgt die Entlassung eines Strafgefangenen nach voller Verbüßung der verhängten Freiheitsstrafe abzgl. eventuell anzurechnender Freiheitsentziehungen (z.B. Untersuchungshaft). Daneben kann die Entlassung auch bereits nach Verbüßung der Hälfte oder aber zwei Drittel der Strafzeit unter Aussetzung des Strafrestes zur Bewährung erfolgen (§ 57 StGB), wenn eine fehlende bzw. geringe Rückfallgefährdung des Gefangenen anzunehmen ist. Über diese vorzeitige Entlassung entscheidet das Gericht. Der jeweilige exakte Entlassungszeitpunkt wird nach den Regeln der Strafzeitberechnung bestimmt. Die Entlassung des Gefangenen wird durch umfangreiche Maßnahmen seitens der Vollzugsanstalt vorbereitet, wie z.B. Hilfen bei der Arbeits- und Wohnungsvermittlung, Kontaktaufnahme mit der/dem Bewährungshelferin/Bewährungshelfer, Sonderurlaub, materielle Unterstützung für die ersten Tage nach der Entlassung pp. (§§ 58 ff. StVollzG NRW ). Der Untersuchungsgefangene ist zu entlassen, wenn der Haftbefehl durch die/den Richterin/Richter aufgehoben oder außer Vollzug gesetzt wird (§ 9 UVollzG NRW).

Weitere Informationen im Bürgerservice:
Ehrenamtliche Betreuung
Checkheft: Vorbereitung auf die Entlassung PDF-Dokument, öffnet neues Browserfenster / neuen Browser-Tab

A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U
V
W
X
Y
Z