Häuser des Jugendsrechts für Intensivtäter

Problem:Nur 5 - 10 % der jungen Tatverdächtigen begehen ca. 50% aller Straftaten in ihrer Altersgruppe.

Ursache:Eine Vielzahl von überwiegend sozialen Problemlagen (Milieubedingungen, negative Erziehungserfahrungen, abweichendes Normverständnis, ungeordneter Lebensstil, gruppendynamischer Zwang), deren Bekämpfung von der Strafjustiz nicht allein zu bewältigen ist.

Lösung:
Häuser des Jugendrechts für jugendliche Intensivtäter, weil sie eine intensive Vernetzung von Jugendamt, Polizei und Staatsanwaltschaft ermöglichen; sie eine enge Kooperation gewährleisten; sie einen schnellen Informationsaustausch gestatten; sie in besonders kritischen Einzelfällen sofortige Fallkonferenzen zulassen, in denen das weitere Vorgehen abgestimmt werden kann; sie eine ganzheitliche Betrachtung der Kriminalitätsursachen und deren Bekämpfung fördern.

Erfahrungen:Die enge Zusammenarbeit im Haus des Jugendrechts für Intensivtäter in Köln hat (im Vergleich zum Jahr 2008) dazu geführt, dass die Verfahren deutlich schneller abgeschlossen wurden (um fast 15 Tage). Die Rückfallquote der massiv auffälligen Jugendlichen konnte gesenkt (minus 6 Prozentpunkte) und die durchschnittliche Verweildauer im Intensivtäterprogramm (um 10 Monate) reduziert werden.

Folge:Das Ministerium der Justiz NRW fördert und unterstützt die Konzeption weiterer Häuser des Jugendrechts für Intensivtäter in Nordrhein-Westfalen (fortgeschrittene Planungen in Paderborn und Dortmund, Aufnahme der Planungen in Duisburg).

weitere Informationen zum Jugendstrafverfahren und Jugendstaatsanwälten entnehmen Sie dem Bereich Strafverfahren.

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