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e-SENS

EU-Pilotgroßprojekt „Electronic Simple European Networked Services“ – e-SENS. Ziel des neuen Projektes ist die Stärkung des digitalen Binnenmarktes und die Vereinfachung grenzüberschreitender öffentlicher Dienste.

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April 2013 startete das neue EU-Pilotgroßprojekt „Electronic Simple European Networked Services“ – e-SENS. Ziel des neuen Projektes ist die Stärkung des digitalen Binnenmarktes und die Vereinfachung grenzüberschreitender öffentlicher Dienste.

Zuvor initiierte Großprojekte wie e-CODEX, epSOS, PEPPOL, SPOCS und STORK haben bereits gezeigt, dass die Bereitstellung von grenzüberschreitenden elektronischen Diensten durch den Einsatz interoperabler ICT-Lösungen einfacher und effizienter sein kann. In verschiedenen Anwendungsbereichen wurden technische Bausteine entwickelt und in realen Situationen getestet, die für Bürger und Unternehmen von Bedeutung sind. Das neue Großprojekt e-SENS soll die Resultate dieser laufenden bzw. bereits abgeschlossenen Projekte konsolidieren und die Lösungen auf neue Anwendungsbereiche ausdehnen sowie universelle Lösungen für medienbruchfreie öffentliche Serviceangebote über Grenzen hinweg entwickeln. Hierdurch soll die Mobilität und der Datenaustausch der Bürger und Unternehmen in Europa vereinfacht, schneller und gleichzeitig sicher ausgestaltet werden

e-SENS soll insbesondere

  • eine gemeinsame Infrastruktur für interoperable öffentliche Dienste (Services) entwickeln,
  • eine höhere Interoperabilität zwischen den öffentlichen Verwaltungen in ganz Europa ermöglichen,
  • den Grundstein für die „Plattform von Basisdiensten“ für die grenzüberschreitende digitale Infrastruktur im Rahmen von e-Government legen, wie es der Entwurf für die Verordnung zur Umsetzung der Fazilität „Connecting Europe“ („CEF“: Connecting Europe Facility, Verordnung 1316/2013) vorsieht,
  • die Schaffung eines europäischen digitalen Binnenmarktes unterstützen.

Zur Erreichung der oben genannten Ziele konzentriert sich das Großprojekt e-SENS auf die im Rahmen der vorherigen Großprojekte entwickelten wichtigsten technischen Bausteine wie e-ID, e-Documents, e-Delivery, e-Signatures und Semantics. Die Ergebnisse des Projekts werden in grenzüberschreitenden Pilotverfahren in den Domänen e-Justice, e-Procurement, Business Setup und e-Health im Echtbetrieb getestet,  um ihre Verwendbarkeit und Skalierbarkeit zu beweisen. Hierzu gehören:

  • die Änderung und Erweiterung des Geschäftszweckes von Unternehmen
  • die elektronische Abgabe von Geboten bei öffentlichen Ausschreibungen;
  • die elektronische Einreichung von bestimmten Anträgen bei Gericht;
  • die Bereitstellung von Gesundheitsinformationen zur Nutzung im Ausland.

Als erste Tests unterstützt Polens “online business portal”, www.biznes.gov.pl,  seit Sommer 2015 die in den Mitgliedstaaten verwendeten elektronischen Signaturen. Das bedeutet, dass jeder EU-Bürger, der Dienstleistungen in Polen anbieten möchte, sich elektronischer Verfahren bedienen kann. Die Implementierung des e-SENS ‘e-Signature’ building block durch das polnische Wirtschaftsministerium ist der erste nationale Pilotbetrieb mit echten Transaktionen.

Schweden ermöglicht seit 2016 ausländischen Studenten unter Verwendung des e-ID building blocks mit Identifikation- und Signaturkomponenten über ein grenzüberschreitendes Authentifizierungstool, sich elektronisch an der Stockholmer Universität einzuschreiben, Kurse zu belegen und sogar Prüfungen abzulegen.

Förderung

e-SENS ist ein EU-co-finanziertes Projekt und basiert auf dem Arbeitsprogramm zur Unterstützung der Politik für Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT PSP), welches Teil des Rahmenprogramms für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP) der Europäischen Union ist.

Projektpartner und Projektleitung

Das Konsortium von e-SENS besteht aus 22 Partnern, die 20 europäische Staaten repräsentieren, Norwegen und die Türkei, daneben sind die supranationale Organisation OpenPEPPOL sowie die Standardisierungsorganisation ETSI - mit insgesamt ca. 100 Parteien - beteiligt.

Links

Weitere Informationen finden Sie unter:

Kontakt

Carsten Schmidt
Justizministerium des Landes Nordrhein-Westfalen
Martin-Luther-Platz
40212 Düsseldorf
Telefon: +49 211 8792 - 218
E-Mail: Carsten.Schmidt@jm.nrw.de